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06. März 2010

Axel Widmaier bald an der Spitze der Feuerwehren

Der Kirchzartener zum neuen geschäftsführenden Kreisbrandmeister ernannt / Jahreresversammlung der Wehren in Hinterzarten.

  1. Axel Widmaier Foto: monika rombach

HINTERZARTEN (ma). Als Maximilian Eschenlohr 2006 zum Kreisbrandmeister für den Hochschwarzwald berufen wurde, war die Diskussion über die Zukunft dieser Funktion voll entbrannt. Die eine Seite befürwortete die Beibehaltung des ehrenamtlichen Kreisbrandmeisters, die andere Seite votierte für eine Zentralisierung mit bezahlter hauptamtlicher Stelle. Inzwischen ist die Angelegenheit entschieden, wie Eschenlohr bei der Jahresversammlung der zehn Hochschwarzwälder Feuerwehren im Hotel "St. Florian" in Hinterzarten-Bruderhalde mitteilte.

Nachdem der amtierende Kreisbrandmeister Gerhard Lai Ende April 2010 in den Ruhestand geht, bestellte der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Axel Widmaier aus Kirchzarten zum neuen geschäftsführenden Kreisbrandmeister. Er übernimmt diese Aufgabe zum 1. Mai. Die Berufung ist zeitlich nicht befristet. Die Amtszeit von Eschenlohr für den Unterbezirk Hochschwarzwald endet im Dezember 2011. Widmaier wird dann ab 1. Januar 2012 alle Aufgaben eines hauptamtlichen Kreisbrandmeisters übernehmen. Eschenlohr: "Obwohl mein Herz für die ehrenamtliche Lösung schlägt, macht es nun keinen Sinn mehr, über irgendwelche Vor- oder Nachteile der neuen Regelung zu diskutieren. Wir müssen dies nun so akzeptieren."

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Mit Axel Widmaier habe der Landkreis einen Mann berufen, der sich großer Wertschätzung erfreue. Eschenlohr richtete seine Worte auch direkt an Widmaier: "Habe immer ein besonderes Auge auf den Hochschwarzwald, dann hast du den verlässlichsten Partner, den du dir vorstellen kannst." Noch ungeklärt ist die Frage der Stellvertretung.

Widmaier arbeitet sich derzeit auf der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal in sein neues Tätigkeitsfeld ein. Dort befasse er sich auch mit der juristischen Verantwortung der Kommandanten. Er sehe es als eine seiner künftigen Aufgaben, "die örtlichen Führungskräfte verstärkt über die rechtlichen Hintergründe zu informieren."

Der stellvertretende Leiter des Kreisfeuerwehrverbands, Gotthard Benitz aus Titisee-Neustadt, sprach sich für den Erhalt des regionalen Feuerwehr-Ausbildungszentrum (RAZ) in Eschbach aus. Nachdem der Gewerbepark Breisgau nicht mehr im Besitz des Bundes ist, sei der Landkreis gefordert: "Wir brauchen diese Ausbildungsstätte, sonst haben wir deutliche Nachteile."

Die ersten Richtfunkmasten für den Digitalfunk sind aufgestellt, gleichwohl rechnet Eschenlohr mit einer zeitlichen Verzögerung bis ins Jahr 2012. Die gemeinsame Rettungsleitstelle in Freiburg werde ihren Betrieb voraussichtlich 2011 aufnehmen.

Im vergangenen Jahr erhielten zehn Wehrmänner das silberne und acht das goldene Feuerwehrehrenzeichen des Landes Baden-Württemberg. Bei den Leistungsprüfungen in Neuenburg haben alle 25 Gruppen bestanden. Die Leistungsprüfungen 2010 finden am 5. Juni in Breisach statt.

Der stellvertretende Kreisjugendleiter Guido Disch berichtete über Ausbildung und Freizeitgestaltung bei den neun Jugendorganisationen im Hochschwarzwald. Das Problem beginne oft beim Übertritt zu den Aktiven: "Viele treten dann aus der Wehr aus." Mal liege dies am Wohnortwechsel oder der Ausbildungsstelle: "Aber 38 Prozent haben einfach keine Lust mehr. Das sollte uns zu denken geben." Disch sprach sich für eine frühzeitige Integration der Jugendlichen aus: "Wir müssen ihre Arbeit schätzen und Vertrauen aufbauen. Wenn wir dies schaffen, können wir sicherlich mehr Jugendliche für das Feuerwehrwesen begeistern."

Autor: ma