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05. August 2009 17:31 Uhr

Rückrufaktion

Künstliche Hüftgelenke: Probleme auch in Waldkirch

Neun Patienten aus dem Bruder-Klaus-Krankenhaus droht der Austausch ihres künstlichen Hüftgelenks. Wie im Freiburger Loretto-Krankenhaus wurden möglicherweise fehlerhafte Prothese verwendet.

  1. Dieses Bild von einer Hüftoperation stammt aus Tübingen. Bei den womöglich fehlerhaften Prothesen trifft die Ärzteteams keine Schuld – nicht in Tübingen und nicht in Südbaden. Foto: dpa

Wie die Waldkircher Klinik am Mittwoch auf Anfrage bekanntgab, haben ihre Chirurgen in neun Fällen den problematischen Prothesentyp eingesetzt, der im Freiburger Loretto-Krankenhaus bei Patienten zu Knochenschäden geführt hatte. Die Betroffenen sollen nun nachuntersucht werden.

Das Bruder-Klaus-Krankenhaus, das ebenfalls dem Regionalverbund kirchlicher Krankenhäuser angehört, betonte allerdings, man habe nur in "ganz speziellen Fällen" die Durom-Prothese eingesetzt. Die entsprechenden Patienten seien bereits informiert oder würden in den nächsten Tagen schriftlich zur Nachuntersuchung eingeladen. Diese soll klären, ob tatsächlich ein fehlerhaftes Ersatzgelenk eingebaut wurde und deshalb eine Operation erforderlich ist.

Wie am Dienstag bekannt wurde, wurde mindestens 29 Patienten im Freiburger Loretto-Krankenhaus ein fehlerhaftes künstliches Hüftgelenk eingebaut. Um eine Schädigung des umliegenden Knochens zu vermeiden, werden die Betroffenen erneut operiert. Weitere 849 Patienten werden nun zu einer Nachuntersuchung eingeladen.

Rückblick: Fehlerhafte Hüftgelenke – Rückrufaktion in Freiburg

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Interview: Orthopäde Marcel Rütschi über die fehlerhaften Prothesen

Autor: Michael Brendler