Lahr-Kippenheimweiler

Lahrer Stadtteil will streunende Katzen kastrieren

rb

Von rb

Do, 12. Juli 2018 um 14:11 Uhr

Lahr

Im Lahrer Stadtteil Kippenheimweiler vermehrt sich eine Population von herrenlosen Katzen. Sie sehen elend aus, sollen eingefangen und sterilisiert werden. Nur wie können sie von normalen Hauskatzen unterschieden werden?

Ortsvorsteher Fäßler hat das Ratskollegium am Ende des öffentlichen Sitzungsteils mit dem Problem konfrontiert. Die Tiere sollen in Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein und dem Tierheim Lahr eingefangen, vom Tiergesundheits-Zentrum (TGZ) im Auftrag des Tierheims medizinisch behandelt und – um eine weitere unkontrollierte Vermehrung zu verhindern – auch kastriert beziehungsweise sterilisiert werden.

Mit dem Einverständnis der Ortsverwaltung ist kürzlich in der Bahnhofstraße ein Futterplatz eingerichtet worden. Dort finden sich oft mehr als 20 Katzen ein, die mittlerweile auch den Verkehr beeinträchtigen, sagte der Ortsvorsteher. Von Donnerstag, 19. Juli an sollen an mehreren Terminen Katzen eingefangen werden.


Da sich die Tiere erfahrungsgemäß in einem weiten Radius bewegen, könnten sich auch Katzen aus dem ganzen Stadtteil in der Bahnhofstraße aufhalten, die ohne Kennzeichnung (Halsband, Chip, Tätowierung) nicht von streunenden Tieren unterschieden werden können. Die Ortsverwaltung bittet deshalb die Besitzer von Hauskatzen, ihre Tiere auf die vorgenannte Art zu kennzeichnen. Der Futterplatz in der Bahnhofstraße soll nach Beendigung der Aktion umgehend wieder aufgegeben werden, sagte Ortsvorsteher Fäßler zu.

In diesem Zusammenhang werden die Katzenhalter in Kippenheimweiler gebeten, ihre Tiere kastrieren beziehungsweise sterilisieren zu lassen, falls der Nachwuchs nicht versorgt oder vermittelt werden kann. Das Thema, weiß Fäßler, ist heikel und muss daher sensibel angegangen aber auch dringend gelöst werden. Eine Patentlösung habe auch er nicht parat.