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05. Mai 2012

Einkommenssteigerung

Gerecht wäre ein einheitliches Plus

Zu: "Die Politik ist nicht willens, die prozentuale Einkommenssteigerung zu stoppen", Zuschrift von Axel Ochsenfahrt (Forum, 20. April):

Herr Ochsenfahrt hat recht, wenn er die Gehaltspolitik mittels prozentualer Einkommenssteigerung brandmarkt. Jeder Grundschüler weiß, dass mit einer verbindlichen prozentualen Gehaltserhöhung die Einkommensschere zwischen Arm und Reich nicht verkleinert werden kann. Es widerspricht auch jeglichem Gerechtigkeitssinn, wenn damit Preiserhöhungen und Inflation ausgeglichen werden soll, was ja alle Bürger betrifft.

Somit wäre es gerecht, wenn alle einen gleichen Mehrlohn bekämen, wie auch von Gewerkschaftsseite vorgeschlagen wurde (200 Euro monatlich), aber nicht ansatzweise zum Zuge kam. Bezieher höherer Einkommen müssten gerechterweise erheblich weniger erhalten, da sie bei Renten- und Krankenversicherung oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegen, somit hinsichtlich Renten- und Krankenversicherung keine Mehrkosten haben und nur steuerlich mehr belastet werden. Wenn Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes auf die Straße gehen, sollten sie auf dieses Missverhältnis hinweisen, auf höhere Zuwächse bei Niedrigverdienenden pochen und nicht noch Höherverdienenden zuarbeiten!

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Autor: Dr.  Hubert Förschner, Titisee-Neustadt