Leserbriefe

Renate Schüll und Norbert Lerch, Königsbrunn

Von Renate Schüll, Norbert Lerch & Königsbrunn

Fr, 03. August 2018

Titisee-Neustadt

DISKUSSION UM DEN WOLF
Raubtier oder Gäste?
zu: "Es gibt kein Miteinander", BZ vom 27. Juli, Seite 22:
Wir machen seit etwa 20 Jahren sehr gerne im Hochschwarzwald Wander- und Rad-Urlaub. Wir können sehr gut verstehen, dass sich die Bauern dagegen wehren, dass der Wolf wieder in den Schwarzwald zurückkommen soll, sie wollen eindeutig keinen Wolf. Die Zäune, die zum Schutz der Weidetiere erstellt werden sollen, kosten ja Unsummen, die letztlich wir Steuerzahler zu tragen hätten. Gerechterweise sollten diese Kosten und auch Folgekosten wie zum Beispiel Schadenersatz von den Wolfsbefürwortern und dem Naturschutzbund getragen werden. Von unseren Vermietern haben wir erfahren, dass die Hochschwarzwald Tourismus GmbH sowie der Hotel- und Gaststättenverband bis jetzt nicht auf die Bedrohung reagiert haben, die auf den Schwarzwald zukommt. Der Wolf ist und bleibt ein Raubtier. Er wird sich, wie bereits in Norddeutschland und anderswo nachweislich Realität, außer Weidetieren auch Hunde von den Höfen holen.

Diese ganze Situation jagt uns als Gäste, die im Sommer (Wandern) und Winter (Langlaufen) viel in den Wäldern unterwegs sind, berechtigte Angst ein. Wir wissen, dass wir nicht die einzigen sind.

Wenn der Wolf wieder da ist, sehen wir als Gäste uns leider gezwungen, in Zukunft ein anderes Urlaubsziel zu suchen, was wir äußerst bedauern würden.