Wolfswinkel

Live-Ticker zum Nachlesen: Bürger-Information zum neuen SC-Stadion

Carolin Buchheim, Alexandra Röderer, Frank Zimmermann

Von Carolin Buchheim, Alexandra Röderer & Frank Zimmermann

Do, 04. Dezember 2014 um 14:55 Uhr

Freiburg

Am Donnerstagabend debattierten in der Rothaus-Arena Freiburger Stadträte über Pro und Contra eines neuen SC-Stadion am Wolfswinkel. Der Live-Ticker des Abends zum Nachlesen.

20.44 Uhr Das war unsere Live-Berichterstattung von der Bürgerinformationsveranstaltung zum Stadionneubau aus der Messe Freiburg. In der Messe diskutieren die Zuschauer eifrig vor der Bühne – es besteht offensichtlich Redebedarf.

20.40 Uhr Jetzt ist die Bürgerinformation beendet. Gegner und Befürworter aus dem Plenum der Interessierten kamen dabei nicht zu Wort, aber ihre gewählten Vertreter auf der Bühne. Die haben sich den einzigen munteren Schlagabtausch des Abends geliefert, wobei vor allem Julia Söhne und Stefan Schillinger von der SPD, sowie Sergio Schmitt von Junges Freiburg in Erinnerung bleiben.

20.37 Uhr Salomon sagt, dass es sich der Gemeinderat nicht leicht gemacht habe bei seiner Entscheidung. "Der Gemeinderat hat entschieden, jetzt haben Sie das Wort", sagt der OB zu den Anwesenden. Er lädt die Zuschauer ein, noch im Foyer weiter zu diskutieren. Es gibt Abschlussapplaus – und die nochmalige Bitte, beim Bürgerentscheid am 1. Februar 2015 abzustimmen.

20.26 Uhr Die Stadträte sind fertig mit ihren Reden, es gibt Applaus für die Referentinnen und Referenten. Oberbürgermeister Salomon kommt zum Abschlusswort auf die Bühne. Moderator Eggert sagt: "Sie waren ein faires Publikum."

20.35 Uhr Evers: "Das kann man ja wollen, aber es ist nicht seriös. Das ganze Finanzierungskonzept ist nicht tragbar."

20.34 Uhr Jetzt geht Evers auf die Rolle von Rothaus bei der Stadionfinanzierung ein. "Es handelt sich nicht um eine Gnade der Rothaus-Brauerei, sondern um rechte Tasche, linke Tasche."

20.32 Uhr "Alle Fraktionen des Landtags sind für den SC Freiburg, wie OB Salomon betont hat. Aber warum nur 10 Millionen Euro?" Der Karlsruher SC bekomme mehr - und spiele niederklassiger. "Da stimmt doch was nicht." Evers findet, dass nachverhandelt werden müsse. Zudem verheimliche der SC Freiburg auch seine finanzielle Lage.

20.29 Uhr Jetzt spricht Patrick Evers von der FDP. Er sagt: "Der SC braucht ein neues Stadion. Der jetzt gefundene Standort ist aktuell auch der beste." Aber Evers kritisiert das Finanzkonzept, die Gesamtkosten de Neubaus würden verniedlicht. "Diese 130 Millionen Euro müssen gedeckt werden - und werden es nach der Drucksache auch. Aber ist das auch tatsächlich so?"

20.28 Uhr Die Zukunft der Organflieger sei durch den Stadionneubau gesichert. "Was wollen wir denn eigentlich? Der SC Freiburg zahlt doch sein neues Stadion." Grögers Appell: "Wir sollten die Chance ergreifen und unser Umfeld aktivieren, an die Urne zu gehen und das Recht von der eigenen Wahlmöglichkeit zu ergreifen. Stimmen Sie für das Stadion und stimmen Sie für eine erfolgreiche Zukunft des SC Freiburg."

20.27 Uhr Gröger: "Wir wollen doch nicht, dass der SC ins Umland geht!" - "Doch, doch", hallt es ihm von einer Seite entgegen. "Der jetzt gefundene Standort ist ein Glücksfall" - "Ja! Ja" Applaus brandet auf

20.25 Uhr Gröger: "Die Entscheidung, ob ein neues Stadion gebaut wird, obliegt doch nicht dem Gemeinderat Freiburg." Zunächst habe man zu akzeptieren, dass der SC Freiburg ein neues Stadion bauen wolle. "Und wir müssen uns als Stadt die Frage stellen, ob wir den SC da unterstützen möchten", sagt er. "Wir haben uns dazu entschieden, den SC in Freiburg zu unterstützen", sagt Gröger. "Mit Betonung auf ’in’."

20.24 Uhr Es werde auch nicht besser, so Gröger, wenn man mit Ängsten argumentiere."Man hört immer nur Zahlen, aber das reicht nicht, um zu argumentieren, oder sich verständlich zu machen."

20.24 Uhr Als nächstes spricht Johannes Gröger von den Freien Wählern. "Frau Schrempp - es bleibt dabei: Eine Rede, die auf unzumutbare Tatsachen beruht, ist nichts Wert."

20.22 Uhr "Und was die Gutachten angeht - so werden Sie noch von uns hören" - sagt Schrempp, und rauscht von der Bühne.

20.22 Schrempp tritt selbstbewusst auf, verliert aber kurz den Faden – davon wird sie von einigen Stadionbefürwortern mit bösem Klatschen verhöhnt. "Das habe ich erwartet", sagt Schrempp und fährt fort. Laut Schrempp hat die Möbelmeile mit massive Einbußen zu rechnen. Sie greift OB Salomon an "Bemerkenswert ist, dass Sie als Grüner - und das sind Sie ja noch - dass Sie die Stimme der Umweltverbände einfach ignorieren." Segelfliegen sei eine "hochintegrative Sportart" - das sollten sich die Stadionbefürworter "mal gut überlegen".

20.19 Uhr "Wir haben dadurch weniger Geld für Schulen und Straßen, wir haben weniger Geld für bezahlbaren Wohnraum und Kindergärten." Angesichts der Kosten müsse der neue Standort weit zukunftsfähig sein, enkeltauglich. Das sei der Wolfswinkel nicht: "Er ist keinen Meter erweiterbar - es sei denn, man schließt den Flugplatz." Schrempp erntet ähnlich viel Applaus wie Sergio Schmidt.

20.18 Uhr Schrempp mahnt, dass es weitere nicht kalkulierbare Risiken gebe: "Ich darf daran erinnern, dass der SC 16 Jahre in der ersten und 20 Jahre in der 2. Liga gespielt hat."

20.16 Uhr Als nächstes spricht Gerlinde Schrempp von Freiburg Lebenswert. "Frau Sitzmann soll einmal mit den genauen Zahlen kommen. Es bleibt dabei: 103 Millionen öffentliche Euro fließen in das Stadionprojekt."

20.13 Uhr Schmidt: "Wer Segelfliegen kann, kann auch die halbe Stunde Fahrzeit nach Bremgarten in Kauf nehmen." Damit erntet Schmidt nicht nur Applaus, sondern auch Buhrufe. Der SC Freiburg sei seit Jahren finanziell stabil – auch wenn kein potenter Finanzier dahintersteck wie in Hoffenheim oder Wolfsburg. Schmitt lobt die Fußballschule und betont die Durchlässigkeit der Jugend in den Profikader. Der SC Freiburg sei ein Vorzeigeprojekt - was Jugendarbeit angeht. Er schließt mit einem Appell: "Ihr habt es in der Hand: Am 1. Februar für ein Stadion stimmen!" Schmidt erntet den meisten Applaus aller bisherigen Redner – er war während seiner Rede immer wieder kaum zu verstehen.

20.12 Uhr Schmidt: "Ein neues Stadion bringt mehr Geld ein, als dass dafür ausgegeben wird." Der SC Freiburg habe ein positives Image und sei ein potenter Steuerzahler. Ein Standort, der 400 Meter weit vom alten Standort weg sei, sei auch nicht unzumutbar. "Bürger im Wolfswinkel sind nicht mehr wert, als Bürger in Littenweiler."

20.10 Uhr Jetzt spricht Sergio Schmidt von Junges Freiburg. Die Fraktion sei in der Mehrheit für den Wolfswinkel als neuer Standort für das SC-Stadion. "Ich bin Pro Wolfswinkel - aber nicht für die Bürgerinitiative, sondern für den Standort." Damit erntet der Stadtrat ein paar Lacher und Applaus. Danach geht’s ernst weiter. Die Stadt könne vom SC-Stadion nur profitieren. Trotzdem habe die Finanzierungsfrage auch seine Fraktion am meisten umgetrieben.

20.09 Uhr Moos: "Wir müssen das Stadion in einem Gesamtkonzept sehen. Was kann für den Westen, was kann für die 11. Fakultät Gutes dabei rüberkommen? Ich werde für Ja stimmen beim Bürgerentscheid, andere aus meiner Fraktion dagegen."

20.09 Uhr Moos: "Die positive Überlegung was kann ein solches Stadion an Mehrwert bringen - nicht nur sportlich, sondern auch architektonisch und für die Infrastruktur - die fängt ja erst an! Diese Überlegung muss angestoßen werden. Was kann für diesen Stadtteil, für dieses Gebiet gemacht werden?"

20.07 Uhr Moos: "Sie müssen einfach sehen: Das ist keine neue Debatte. So gut es geht haben wir alles geprüft. Das war viel Arbeit in den vergangenen Jahren."

20.06 Uhr In der Fraktionsgemeinschaft gebe es ganz unterschiedliche Meinungen. Eine Mehrheit sei zwar für das Stadion am Wolfswinkel, aber die Finanzierung bereite Sorgen. "Was, wenn andere Projekte unter die Räder kommen?" Deswegen seien die Unabhängigen Listen für den Bürgerentscheid: "Wir wollen, dass die Bürgerschaft das letzte Wort hat. Was ist uns dieser SC Freiburg wert? Und was sind wir bereit, zurückzugeben?" Moos glaubt, dass das Quorum erfüllt wird. Sollte dem nicht so sein, so würden sich die Unabhängigen Listen der Mehrheit im Gemeinderat anschließen.

20.05 Uhr Jetzt spricht Michael Moos von den Unabhängigen Listen. "Die drei Jahre in den Arbeitsgruppe SC-Stadion da haben wir uns damit beschäftigt, wie es mit dem SC Freiburg an der Schwarzwaldstraße weitergehen kann. Wir haben uns das nicht leicht gemacht - aber dieser Käse ist meines Erachtens nach gegessen. So gerne wir das auch gehabt hätten". Sein Statement, das erneut für Applaus bei den Zuhörern sorgt.

20.02 Uhr Die 38 Millionen plus X müssten rasch bezahlt werden. Bauabschnitte zu schieben und zu strecken, das werde weiter für Schulen gelten, nicht aber für dieses Projekt, sagt Schillinger. Er wolle lieber am alten Standort ausbauen, das sei doch wesentlich günstiger als ein Neubau, von dem nicht sicher sei, dass er das bringe, was sich der Sportclub davon verspricht.

20.01 Uhr Jetzt redete SPD-Stadtrat Stefan Schillinger. Er kündigt an, mit Nein zu stimmen. "Die 38 Millionen haben wir nicht." Wenn man Schulden mache, müsse man genau überlegen, für was. Schulen hätten für Schillinger eine höhere Priorität. Und Wenn der Neubau teurer werde, dann "zahle das die Stadt" – das habe noch niemand gesagt.



20 Uhr Söhne sagt: "Ich finde, dass der Stadionneubau eine sinnvolle Investition in die Zukunft ist." Es gehe bei der Entscheidung nicht um 22 Millionäre, sondern um viele tausend Menschen in der Region.

19.59 Uhr Söhne beginnt. Die Entscheidung sei eine Frage der Prioritäten, das neue Stadion ein wichtiges Projekt für die ganze Region und der SC sei ein Verein, der sich stets weiter entwickle. Der SC sei zurecht ein Sympathieträger in der Stadt, der sich von anderen Vereinen im Profifußball deutlich abhebe. Kein anderer Verein stehe so solide da wie der SC Freiburg. Der SC sei deshalb auf Business-Seats angewiesen. Ganz abgesehen davon, dass das alte Stadion nicht mehr den Richtlinien der DFL entspreche.

19.57 Uhr Jetzt sprechen Julia Söhne und Stefan Schillinger. Söhne vertritt Fraktionschefin Renate Buchen.

19.57 Uhr Das Risiko für die Stadt sei überschaubar, "um nicht zu sagen sehr, sehr gering". Der Verein sei seit 36 Jahren hervorragend geführt und über die Grenzen hinaus anerkannt. Der Mehrwert, den der SC erzielt, sei erheblich und rechtfertige die Hilfe der Stadt. Den Verlust des SC könne die Stadt sich allerdings nicht leisten.

19.55 Uhr In Littenweiler habe der SC mit einem Anwohnerkonzept dazu beigetragen, dass Belästigungen der Anwohner weitestgehend vermieden werden. Zum Finanzierungskonzept sagt von Kageneck: Die 38 Millionen für die Infrastruktur nütze Messe und Universität, aber auch den Anwohnern. Schließlich sei der SC sei einer der wichtigsten Sympathieträger, wichtig für Gastronomie und Hotellerie. Der Verein schaffe "ein Wir-Gefühl, so dass sogar meine schwäbische Frau hemmungslos im Stadion das Badnerlied mitsingt." Zudem investiere der SC jährliche viele Millionen in Jugend-, Mädchen- und Frauenfußball und die Integration.

19.53 Uhr Sergio Schmidt von Junges Freiburg steht auf dem Podium und animiert zwischendurch zum Klatschen.

19.52 Uhr Jetzt spricht CDU-Fraktionschef Wendelin von Kageneck: "Unser Anliegen, war dass der SC bei uns in Freiburg bleibt, er ist doch einer der größten Sympathieträger."Dem Standort Wolfswinkel stehen seiner Meinung nach keine unüberwindbaren Hindernisse entgegen. Die Innenstadtnähe, die Erreichbarkeit zu Fuß, eine ganzjährige Nutzung - das sei nachhaltige Infrastrukturpolitik, befindet von Kageneck. Wichtig sei, dass es nicht zu unzulässigen Verkehrsbelastungen komme

19.51 Uhr Die 38 Millionen, die die Stadt zahlen soll, seien viel Geld, "aber nicht dramatisch." – Ein Einzelner im Publikum lacht darüber. Der SC gehöre zur Stadt und haben in Stadt und Region einen hohen Stellenwert. Zum heute Abend abwesenden SC-Trainer Christian Streich sagt Maria Viethen: "Herr Streich, übernehmen Sie."

19.46 Uhr "Wir sagen den Menschen im Mooswald auch: Wir sind eine Stadt", sagt Viethen. Jeder müsse Belastungen tragen. Bei wesentlich günstigeren Voraussetzung im Mooswald als im Stadtteil Oberwiehre/Waldsee sei das machbar. Die Grünen halten das Finanzierungskonzept für risikoarm – sämtliche Annahmen des Finanzierungskonzept seien zweifach bewertet worden.

19.45 Uhr Maria Viethen, Fraktionsvorsitzende der Grünen, spricht als Erstes. Ohne die Profis des SC würde es weder Jugend noch Frauen- und Mädchenfußball geben. Ein Um- und Ausbau am alten Standort wäre den Grünen am liebsten gewesen. "Für uns ist wichtig, dass dieser Standort umweltfreundlich zu erreichen ist. Natürlich hätten die Grünen am liebsten auch ein Fußballstadion ganz ohne Parkplätze. Aber das wäre völlig unrealistisch."

19.41 Uhr Jetzt kommen die Stadträtinnen und Stadträte aller Fraktionen aufs Podium. Moderator Eggert weist noch einmal darauf hin, dass die Abstimmung zum Bürgerentscheid einstimmig war – anders als das Finanzierungskonzept, bei dessen Abstimmung es 12 Nein-Stimmen im Gemeinderat gab.

19.40 Uhr "Diese 38 Millionen Euro sind gut investiertes Geld", so Neideck. Alle anderen Investitionsprojekte würden weitergeführt - das verspricht nach dem OB auch der erste Bürgermeister.

19.39 Uhr Der SC Freiburg wird Neideck zufolge das Stadion pachten und darüber das Stadion abbezahlen."Ein Verein, der in den letzten Jahren immer 1. und 2. Liga gespielt hat, hat unser Vertrauen", so Neideck. Der Bürgermeister betont, dass die nötige Infrastruktur keine Investition in das Stadion sei. "Sondern in die Stadt, in die Uni, in das Industriegebiet."

19.38 Uhr Finanziell würde sicher geplant, ein Puffer von drei Millionen sei drin.2019 könne das Stadion bespielbar sein. Es geht um letztlich 70 Millionen Euro: Wo wollen die herkommen?"Der SC Freiburg bringt 15 Millionen Euro in die Objektträgergesellschaft ein. "Ich kenne außer dem FC Bayern München keinen Verein, der so viel an Eigenkapital it einbringt." - Diesen Satz goutieren die Zuschauer mit Applaus. Die Stadion-Fans sind in der Mehrheit. Oder wacher.

19.35 Uhr Neideck: "Ich kann Sie beruhigen: Wir bauen am Flughafen - wir bauen keinen Flughafen." Damit bezieht sich Freiburgs Erster Bürgermeister auf das Baudebakel am Berliner Airport

19.34 Uhr Die Stimmung in der Messe ist entspannt, die Zuhörer lauschen ruhig. Es gibt keine Zwischenrufe, kein Klatschen. Rund 500 Menschen sind gekommen. Jetzt spricht Bürgermeister Otto Neideck.

19.33 Uhr "Es ist gerade ein Standort, der nicht nur gebaut wird für 20 Heimspiele im Jahr, sondern auch eine Verbessrung für die Messe und für die Uni", betont Haag in seiner Ausführung. "Wir wollen eine wirtschaftliche Infrastruktur." Sein Appell: "Nehmen Sie am Bürgerentscheid teil, stimmen Sie ab für den SC Freiburg und für die Stadt Freiburg."

19.32 Uhr "Der Motorflugbetrieb kann erhalten werden - wir machen den Flugplatz nicht zu!" – Diesen Satz betont Haag Silbe für Silbe. "Leider müssen aber die Segelflieger weichen." Durch die Infrastruktur würde die Anbindung an die Messe verbessert, für die Uni und das Industriegebiet Nord. "Wir können hier Synergien ausschöpfen."

19.31 Uhr Naturschutz, Lärm, Verkehr - "Wenn wir diese Kriterien zusammennehmen, dann bleibt nur der Standort Wolfswinkel."

19.30 Uhr Er geht zunächst erneut auf den alten Standort ein. "Warum kein Neubau." Der Standort sei eingehend untersucht worden. "Die Schwarzwaldstraße ist keine Option", so Haag. Gerade in Sachen Lärm sei das nicht zu machen. "Das erste Haus ist viel zu nah dran." Es brauche also einen neuen Standort. Verschiedene Standorte seien untersucht worden, aber es gebe außer dem Wolfswinkel keinen anderen geeigneten Standort

19.27 Uhr Baubürgermeister Haag verspricht: "Wir werden dieses Projekt so machen, dass die Bürgerschaft in den Planungsprozess eingebunden bleibt."

19.25 Uhr Der SC sei der Sympathieträger schlechthin - "Er ist ein positiver Botschafter. Der SC ist der Verein für die Stadt und die Region. Das sagen alle Bürgermeister im Umland." Woche für Woche beschäftige der Verein Menschen. "Das ist Leidenschaft pur, das interessiert die Menschen." Deshalb dürfe man den SC nicht alleine lassen. "Deshalb bitte ich Sie: Geben Sie diesem Verein eine Zukunft." Salomon appelliert, am 1. Februar seine Stimme abzugeben. Die Zuschauer im Saal applaudieren.

19.22 Uhr Kann sich die Stadt das leisten? "Ich kann Ihnen versichern, die großen Projekten wie die Stadtbahnen werden weitergebaut", sagt Salomon. "Das Museum wird weitersaniert, die Staudingerschule wird gebaut - die Investitionsprojekte werden weitergebaut." In den nächsten Jahre werde Freiburg so viel investieren wie noch nie. "Wir können uns das leisten", ist sich der OB sicher.

19.17 Uhr Der SC sei als siebtgrößte Gewerbesteuerzahler der Stadt auch ein Wirtschaftsfaktor. "Der SC unterstützt die Stadt und die Region."Könne die Stadt, so fragt Salomon, nicht mal den SC unterstützen? Das Theater bekomme jährlich 14 Millionen, das Augustinermuseum werde für 60 Millionen saniert, auch Bäder und Bibliotheken würden unterstützt.

19.16 Uhr Darf die Stadt den Profifußball unterstützen? Salomon geht davon aus, dass es Synergieeffekte geben werde – deshalb gebe das Land einen Zuschuss. Die Stadt würde vom Stadion profitieren: "Sie wird nicht ärmer, sondern reicher."
Die Fußballschule unterstütze ganz Südbaden, den Jugend- und den Mädchenfußball. "Es gibt kein besseres Mittel für die Integration als den Sport."

19.15 Uhr Salomon erklärt noch einmal das Modell: Die Stadt baut das Stadion, der SC zahlt es über die Pacht ab. Der Verein bringt bis zu 20 Millionen ein, das Land mindestens zehn Millionen. "Der gesamte Landtag steht hinter dem Stadionprojekt", sagt der OB. Das wirtschaftliche Risiko für die Stadt sei minimal. Auch das Risiko, dass der SC in der Dritten Liga spielt, hält Salomon für begrenzbar.

19.12 Uhr Salomon: "Wir fühlen und deshalb in der Pflicht, für den SC eine Lösung zu finden." Flächen für ein neues Stadion müssen kurzfristig verfügbar sein und mit Rad oder zu Fuß erreichbar sein. Der Standort Wolfswinkel sei der kostengünstigste Standort.

19.10 Uhr Zum Thema Lärm interessiert die Leute die Besucherströmen und was mit zusätzlichen Veranstaltungen, etwa in Sachen Konzerten, auf sie zukommt. Aufs Podium kommen OB Dieter Salomon, Finanzbürgermeister Otto Neideck und Baubürgermeister Martin Haag. Salomon: "Der Gemeinderat hat beschlossen, dem SC zu helfen." Dies gehe nur mit einem neuen Stadion. Am alten Standort an der Schwarzwaldstraße gebe es keine Baugenehmigung mehr, sagt Salomon. "Diese Option geht nicht. Es macht keinen Sinn, den SC aus der Stadt zu treiben."

19.07 Uhr Moderator Ralf Eggert eröffnet den Abend. Das übergeordnete Thema an den Themenständen seien die Fragen nach einem Anwohnerschutzkonzept, der Wegfall des Magerrasen und was mit dem Flughafen passiert - bei den Leuten herrscht Skepsis. Viel Misstrauen habe es gegeben, was die Einhaltung der Kosten betrifft.

19.02 Uhr SC-Präsident Fritz Keller hat gerade heftig mit den Segelfliegern diskutiert: "Wir werden alles tun, was wir können, um die Segelflieger dabei zu unterstützen, einen neuen Standort zu finden."

19 Uhr OB Dieter Salomon und Freiburgs Erster Bürgermeister Otto Neideck sind gekommen. Sie beide werden sich heute auf dem Podium zu dem aktuellen Stand der Dinge äußern. Von Seiten des SC Freiburg sind Finanzvorstand Oliver Leki und SC-Präsident Fritz Keller da. Auch Sportvorstand Jochen Saier ist gekommen.

18.52 Uhr Das vergangene Podium zum Stadion wurde von 1300 Interessierten verfolgt. Aktuell sieht es bei weitem nicht so aus, als würde diese Marke auch nur annähernd geknackt.

18.46 Uhr Langsam trudeln die ersten Zuhörer ein … langsam, aber stetig. Wir wagen die Prognose, dass die Arena nicht voll werden wird. Bestuhlt wurde der Saal für 2400 Besucher.

18.39 Uhr Der Männeranteil auf der Messe ist enorm - kein Wunder, geht es doch um Fußball. Aber es sind auch einige Frauen vertreten. Eine Dame, die ihren Namen nicht nennen möchte, ist besorgt, dass durch die Spiele des SC Freiburg im Wolfswinkel der Verkehr leiden könnte. "Da ist doch auch die Klinik im Mooswald von betroffen! Das muss man doch auch beachten!"


18.34 Uhr
"I <3 Flugplatz Freiburg" steht auf dem T-Shirt von Julia Harter von der Freiburger Flugschule. Wie sie haben sich viele Gegner und Befürworter des Standorts Wolfswinkel in Schale geworfen. Die Fraktion von "Ja zu FR" von der Freiburger SC Fangemeinschaft hat sich in Anzug und Krawatte geschmissen und informiert interessierte Bürgerinnen und Bürger an ihrem Stand.

18.31 Uhr Die Messe Freiburg hat für die Bürgerversammlung zum geplanten Stadion auf der Messe in Freiburg die Rothaus-Arena großzügig bestuhlt. Noch sind die mehr als 1300 Plätze leer. Aktuell läuft in Konferenzraum 7 noch der Fachvortrag zum Thema "Investition, Finanzierung & Organisation". Um 19 Uhr geht es im großen Saal los.

18.28 Uhr Unsere Foto-Galerie aus der Messe: Bürgerinformationsveranstaltung zum Stadion-Neubau

18.18 Uhr Bisher ist die Resonanz der Veranstaltung noch bescheiden: Kaum 100 Interessierte besuchen die Stände im Messe-Foyer, wo Befürworter und Gegner eines neuen Stadions sowie die Stadtverwaltung im Vorfeld der Bürgerversammlung informieren. Gleiches gilt für die Referate von Experten. Am Vortrag über die Standortsuche nahmen ganze 26 Zuhörer teil, über das Thema Verkehr informierten sich rund 50. Das Interesse an der Klimathematik sei eher gering, "der Artenschutz bewegt mehr", sagt Babette Köhler vom städtischen Planungsamt. Die meisten seien bereits gut informiert.

18.13 Uhr Kuriosum am Rande der Veranstaltung: Das städtische Rechtsamt untersagte der Initiative "Ja zu Freiburg", die für ein Stadion kämpft, im Foyer ihre Aufkleber zu verteilen, da dieser das städtische Wappen enthalte. Die Verwaltung wolle beim Bürgerentscheid neutral bleiben, überlege aber, es sowohl für Befürworter als auch Gegner freizugeben, berichtete Uwe Stasch von der Initiative. Allerdings: Der Aufkleber zeigt das Wappen der Stadt Mailand. "Es ist bauchiger und hat ein anderes Rot", sagt Stasch. Der Mann vom Rechtsamt sei vorher vorbeigekommen und habe sie vom Verbot unterrichtet. "Eigentlich hätten wir auch den Stand abbauen sollen, aber das mussten wir dann doch nicht", so Stasch.

17.10 Uhr Unsere Redakteure vor Ort twittern auch aus der Veranstaltung. Das Hashtag: #scstadion. Diskutieren Sie mit uns mit!


17.00 Uhr So könnte das neue SC-Stadion am Wolfswinkel aussehen:


Interaktives Foto: Klicken Sie auf die Icons und erfahren Sie mehr über das geplante SC-Stadion am Wolfswinkel

Alle Argumente Pro und Contra neues SC-Stadion werden am Donnerstag noch einmal bei der Infoveranstaltung zum Bürgerentscheid in der Rothaus-Arena der Messe Freiburg ausgetauscht. Ab 16 Uhr sind im Foyer der Halle Informationsstände der Verwaltung, der Bürgerinitiativen und des SC geöffnet. In den Tagungsräumen gibt es zwischen 16.15 Uhr und 18.30 Uhr Kurzvorträge zu Themen wie Alternativen zum Standort Wolfswinkel, Verkehrserschließung und Finanzierung des Stadionprojekts.

Um 19 Uhr startet in der Halle ein moderiertes Podium mit Statements des Oberbürgermeisters und der Gemeinderatsfraktionen. Dieses wird die Badische Zeitung live übertragen – im Ticker und im Live-Video-Stream.

Da im Gemeinderat für und gegen die Stadionplanung abgestimmt wurde, wird die Verwaltung mit dem Gemeinderat diese unterschiedlichen Meinungen auch darstellen. Die Auffassungen im Gemeinderat vertreten Stadträtinnen und Stadträte aus den Reihen der Befürworter und Gegner der Stadionplanung. Zu den Themen Finanzierung, Investition und Organisation referiert Finanzbürgermeister Otto Neideck. Baubürgermeister Martin Haag gibt eine Einführung zu Stadtplanung und Verkehr.

Der Bürgerentscheid über die Stadionfrage ist vom Gemeinderat einstimmig beantragt worden und wird am Sonntag, 1. Februar abgehalten.

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