"Mir gän alles, un des isch e Huffe"

Barbara Ruda

Von Barbara Ruda

Fr, 12. Januar 2018

Lörrach

Beim Zunftabend 2018 schlüpfen acht Akteure in 38 Rollen / Drei Neuzugänge im Team / Bestellte Karten müssen abgeholt werden.

LÖRRACH. Der Zunftabend 2018 steht. Für die Zunftmeister bedeutet das bis zur Premiere am Mittwoch, 31. Januar, in der Alten Halle Haagen nichtsdestotrotz von jetzt ab zwei Wochen lang ein strenges Programm – und zwischendurch muss auch noch der Rosenmontag vorbereitet werden.

Neun Zunftabende – in der ersten Woche von Mittwoch bis Samstag vier, in der zweiten von Dienstag bis Samstag fünf – gibt es heuer wieder. Auf dem Programm stehen, wie Interims-Oberzunftmeister Andreas Glattacker berichtet, nicht wie in den vergangenen Jahren acht, sondern bloß sieben Nummern plus der Auftritt der Zundel-Girls. "Uns und auch den Zuschauern war es schon länger ein Anliegen, etwas kürzer zu werden", erklärt er. "So wollen wir gegen 23.30 Uhr mit dem Programm fertig sein."

Acht Akteure in 38 Rollen inklusive Ansager sind beim Zunftabend auf der Bühne zu sehen, und das, obwohl es für die Zunftmeister für diese Saison ganz schön dicke kam. Denn mit Stephan Vogt und Philipp Buser pausieren gleich zwei aus ihren Reihen. Der Rest hielt es mit der gemeinsamen Losung von Narrenzunft und Narrengilde und sagte sich "S’chunnt wie’s chunnt, egal wie’s chunnt". Man freut sich über drei "sehr engagierte Neuzugänge, die sich richtig reinhängen", wie Andreas Glattacker sagt. Peter Quercher ist auf die Position des zweiten Interimszunftmeisters nachgerückt.

Bei den Neuen handelt es sich um Zunftstift Thomas Wagner, Gastspieler Andreas Kuck und den Schreiner Fabian Weiss für den Kulissenbau. "Das sind alles Leute, die einfach reinpassen", sind sich die Kollegen Ralf Buser, Klaus Ciprian-Beha, Hansi Gempp, Karl-Heinz Sterzel und Andreas Glattacker einig. Im September begannen die Vorbereitungen. Nach dem Ölfte Ölfte wurde festgelegt, wer was macht, und dann ging jeder für sich ans Ausarbeiten. Ende November folgte eine zweitägige Klausur in Präg. Umgearbeitet wurde auch schon – eine Reaktion darauf, dass Bürgermeister Michael Wilke Ende April das Rathaus verlässt.

Mit der Klausur sind die Lörracher früh dran. "Weil wir viel mit Musik machen, und die Art, wie wir’s machen, braucht einfach den Vorlauf", erläutert Glattacker. Rolf Hauser und die Nightshadows sind bei den musikalischen Nummern bewährte Partner. "Die stehen uns wieder zur Seite – oder umgekehrt. Das kann man sehen wie man will", so der Ozume a.i. Inhaltlich bleibe man auf jeden Fall auf kommunaler Ebene daheim, verrät er. Dauerthemen wie Verkehr, Bauen und das Drumherum sind gesetzt, genauso wie die Nachbarn aus Weil am Rhein und Basel. Denen wird zwar keine eigene Nummer gewidmet, dennoch gilt: "Do kunnsch nit dra vorbei", wie Hansi Gempp feststellt. "Die betteln ja geradezu drum." Vielleicht schaue man auch ein bisschen über Lörrach hinaus, aber die Weltpolitik stellen die Zunftmeister dieses Mal hinten an, weil sie der Meinung sind, dass die in den Medien schon genug präsent ist.

Das Team dankt allen Freunden und Gönnern, ohne deren Unterstützung es den Zunftabend nicht auf die Beine stellen könnte. "Mir gän alles, und des isch e Huffe", verspricht Hansi Gempp. Andreas Glattacker präzisiert: "Mir gän alles, un des längt."

Zunftabendkarten: Abholen der bestellten Karten heute, Freitag, und am Samstag, 12./13. Januar, jeweils von 10 bis 15 Uhr, bei Wein-Speck, Schwarzwaldstraße 17; Karten, die nicht abgeholt werden, kommen in den Verkauf. Es gibt eine Warteliste.