Aus dem Gemeinderat

Stadt Lörrach: Tiere sollen im Rosenfelspark bleiben

Peter Gerigk

Von Peter Gerigk

Mi, 13. September 2017 um 11:54 Uhr

Lörrach

Kehrtwende in Sachen Rosenfelspark: Die Lörracher Stadtverwaltung hat angekündigt, die Tiere weiterhin dort behalten zu wollen. Das wird in der kommenden Ausschusssitzung diskutiert.

Den Gemeinderat beschäftigt auch nach wie vor, wie die Stadtbuslinien erhalten bleiben können. Das Gutachten mit Handlungsempfehlungen liegt nun vor und wird am Donnerstag, 14. September, ab 17.30 Uhr, im Ausschuss für Umwelt, Technik, Bildung und Soziales (AUT) beraten. In den Ortschaftsräten Brombach, Haagen und Hauingen gab es am Dienstag Kritik am Sammeltaxi und Ortsbus. Themen im AUT sind unter anderem die Fortsetzung der Kanalsanierung am Schützenwaldweg, das Strukturgutachten der Trinkwasserversorgung, die Ziele der Waldbewirtschaftung, der Antrag zur Einrichtung einer zweiten Realschule und der Erhalt der Tierhaltung im Rosenfelspark.

Tiere sollen bleiben

Wegen der Haushaltskonsolidierung 2016 war vorgeschlagen worden, die Tierhaltung im Rosenfelspark abzuschaffen. So sollten Pflege- und Betriebskosten des Parks reduziert werden. Die Stadtverwaltung zieht diesen Vorschlag nun jedoch "aufgrund der hohen Attraktivität der Tiere im Park für die Bevölkerung" zurück und beauftragt den Gemeinderat, nach anderen Sparmöglichkeiten zu suchen und zu prüfen, wie Vereine und Privatleute sich an der Tierpflege oder mit Tierpatenschaften beteiligen könnten. Die Stadtverwaltung reagiert damit auf die Kritik vieler Senioren, Kindergärten, Alteneinrichtungen, Schulen und Privatleuten, die in der Diskussion den Erhalt der Tiere gefordert haben.

Weniger Wochenenddienste und Zeitschaltuhren

Für den Unterhalt des Tiergeheges setzt die Stadtverwaltung jährlich 126.300 Euro an. Nun schlägt sie vor, diese Kosten mit weniger Wochenenddiensten und mit Zeitschaltuhren für die Frischwasserversorgung um rund 41.000 Euro zu reduzieren und mit der Unterstützung von Gruppen wie dem Förderverein Rosenfelspark Futter- und Materialspenden zu erhalten und Fördermittel zu suchen. Um die Tiergehege, Kiosk und WC-Anlage zu erhalten, sind laut Stadtverwaltung mittelfristig Investitionen in Höhe von etwa 165.000 Euro notwendig. Es geht dabei um die Einrichtung einer neuen Futterküche, Sanierung der Stallungen und des Kiosks.

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