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14. März 2016

Landtagswahl 2016

Wahlkreis 46: Pix hängt Schüle deutlich ab

Bündnis 90/ Die Grünen sind klarer Sieger der Landtagswahl im Wahlkreis 46 Freiburg Ost/Hochschwarzwald. Ihr Kandidat Reinhold Pix hat das Direktmandat haushoch gewonnen, indem er zwischen sich und seinen Hauptkonkurrenten Klaus Schüle (CDU) fast 13000 Stimmen gelegt hat, das sind knapp 14 Prozent. Dabei hat Pix gegenüber 2011 um 4,5 Prozent zugelegt und Schüle 7,1 Prozent verloren. 2011 hatte Pix mehr als 12 Prozent hinzugewonnen und Schüle gut 8 Prozent verloren.

Walter Krögner und seine SPD sind der zweite große Verlierer des Wahlsonntags. Brachte er es 2011 noch auf knapp 22 Prozent der Stimmen, reichte es ihm diesmal nur noch zu 11,67 Prozent (minus 10,24 Prozent). Damit hat er es – ein winziger Erfolg, wenn man es so sehen will – zumindest gerade noch geschafft, die AfD auf Distanz zu halten.

FDP-Kandidat Jens-Arne Buttkereit verlässt, obwohl nur auf Rang fünf, den Platz trotzdem als Gewinner. Der Kandidaten-Neuling steigerte das Ergebnis der Liberalen auf 7,51 Prozent; 2011 hatte sein Vorgänger Nikolaus von Gayling nur 4,9 Prozent geschafft.

Der Kandidat ist ein Neuling, Andreas Juschkat, auch seine Partei ist es, die AfD. Die Rechten sind von 7792 Wählern auf 8,39 Prozent gehoben worden. Damit sind sie deutlich schwächer als im Land.

Der Wahlkreis ist geteilt. Denn auch im Freiburger Osten hat die CDU verloren (etwas mehr als 3 Prozent) und sind die Genossen von den Wählern um 9 Prozent zurückgesetzt worden, während sich die FDP um fast 50 Prozent (!) auf 6,7 Prozent steigerte. Aber die Grünen haben 0,3 Prozent verloren. Die AfD bringt es auf vergleichsweise schwache 5,5 Prozent. Dafür legt die Linke (Lothar Schuchmann) glatt 8 Prozent hin (2011: 3,3). Ausreißer liefert das Wahlergebnis für alle Parteien. Die Verluste der CDU sind vielfach zweistellig und erreichen sogar Werte um minus 15 und knapp über minus 16 Prozent. Nur in Stegen hat Schüle 2 Prozent zugelegt. Die Grünen stoßen teils in Regionen von plus 15 Prozent vor. Die SPD hat die Ergebnisse von 2011 vielfach halbiert und schafft in fast der Hälfte der Kommunen nicht einmal mehr 10 Prozent. Die FDP hat ihren mit Abstand höchsten Wert – 14,4 Prozent – in Breitnau: Es ist der Wohnort des Kandidaten.

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Die AfD hat ihre Hochburgen in den beiden Schwarzwaldgemeinden Eisenbach und Löffingen, je 14,4 Prozent, gefolgt von Titisee-Neustadt (12,9).

Autor: Peter Stellmach