Im 1. Wahlgang

Marco Steffens wird Oberbürgermeister von Offenburg

Helmut Seller

Von Helmut Seller

So, 14. Oktober 2018 um 21:06 Uhr

Offenburg

Punkt 19.06 Uhr ist die Überraschung perfekt: Der 40-jährige amtierende Bürgermeister von Willstätt ließ seinen härtesten Konkurrenten Harald Rau klar hinter sich. Die Wahlbeteiligung war mit nur 47,7 Prozent gering.

Auch nach 16 Jahren mit Edith Schreiner an der Spitze bleibt das Offenburger Rathaus mindestens die nächsten acht Jahre CDU-regiert: Am 3. Dezember wird Marco Steffens seine Parteifreundin Edith Schreiner ablösen. Vom Rathausbalkon aus dankte der 40-jährige den Wählerinnen und Wählern, die ihm bereits im ersten Anlauf trotz fünf Gegenkandidaten die absolute Mehrheit verschafft hatten. Und er dankte seiner Frau Anne und seinen Kindern, die während des Wahlkampfs auf Vieles hätten verzichten müssen. "Es ist sehr bewegend, hier auf diesem Balkon stehen zu dürfen", sagte Steffens vor mehr als 1500 Interessierten, die zuvor die auf einer großen LED-Wand übertragenen Auszählungsergebnisse mit Spannung verfolgt hatten.



Rau gab sich als guter Verlierer

Herbe Enttäuschung dagegen bei Steffens härtestem Herausforderer Harald Rau und im Lager von SPD und Grünen, die den parteilosen Kölner Sozialdezernenten gemeinsam unterstützt hatten: Trotz eines engagierten Wahlkampfs war es dem parteilosen 56-Jährigen nicht gelungen, mehr als 32,9 Prozent der Stimmen zu holen. Er habe im Wahlkampf "viel Hoffnung gesehen und Erwartung auf Neues." Doch dies sei offensichtlich nicht mehrheitsfähig gewesen. Rau gab sich gleichwohl als guter Verlierer und gratulierte Steffens: "Wir haben beide gekämpft – ich wünsche ihm eine gute Zukunft."



Freuen kann sich auch Tobias Isenmann: Der mit 29 Jahren jüngste Bewerber hat mit 7,8 Prozent einen Achtungserfolg erzielt. Dass er sogar den AfD-Landesvorsitzenden Özkara hinter sich gelassen hat, darf er sich als großen Erfolg auf die Fahnen heften.

Frauke Brudy (1,6 Prozent) und Bernhard Halter (0,3 Prozent) dürfte ihr Abschneiden nicht überrascht haben: "Für mich war wichtig, dass ich mich beworben habe", sagte Halter: "Jetzt wünsche ich der Stadt, den Bürgern und dem künftigen OB alles Gute."

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