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30. Oktober 2008
Mehr Sicherheit hat Priorität
Gemeinderat verabschiedet Dorfentwicklungskonzept für den Ortsteil Schuttertal und legt Reihenfolge für die Umsetzung fest
SCHUTTERTAL. Jetzt haben alle drei Schuttertäler Ortsteile ein Dorfentwicklungskonzept. In der Sitzung am Dienstag verabschiedete der Gemeinderat das Konzept für den Ortsteil Schuttertal. Gleichzeitig erstellte er eine Prioritätenliste für die Projekte der Gemeinde – auf Antrag von Karlheinz Himmelsbach in einer leicht veränderten Reihenfolge gegenüber dem Vorschlag der Verwaltung.
"In vier Jahren haben wir für jeden der drei Ortsteile ein Dorfentwicklungskonzept erarbeitet, das ist eine große Leistung", stellte Carsten Gabbert zufrieden fest. Der Bürgermeister ging kurz auf das Verfahren ein, an dem die Bürger von Anfang an beteiligt waren und über das sie auch in Bürgerversammlungen informiert wurden. Dass das Interesse der Bürger im Ortsteil Schuttertal nicht so groß gewesen ist wie in Dörlinbach und Schweighausen, führte Gabbert darauf zurück, dass es keine großen Reibungspunkte gegeben hat.Rund 100 000 Euro hat die Gemeinde Schuttertal in die drei Dorfentwicklungskonzepte investiert, 50 000 Euro hat das Land in Form von Zuschüssen beigesteuert. Gut angelegtes Geld, ist der Bürgermeister überzeugt, da Schuttertal mit den Konzepten auf die nächsten zehn Jahre vorbereitet ist. "Wir haben Projekte identifiziert, Ideen entwickelt und Kosten grob geschätzt. Damit sind wir gut aufgestellt", stellte der Bürgermeister fest. Er verwies zudem darauf, dass solche Konzepte bei Zuschussanträgen auch außerhalb des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR) zunehmend gefordert sind. Eine Prioritätenliste müsse aufgestellt werden, erläuterte er weiter. Er fügte an, dass die Gemeinde sich nicht streng an die einmal aufgestellte Reihenfolge halten müsse, sondern je nach Notwendigkeit oder Fördermöglichkeiten flexibel handeln könne.
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Die Probe aufs Exempel machte der Gemeinderat umgehend. Karlheinz Himmelsbach sah die Schaffung eines Rathausplatzes, den die Verwaltung an die erste Stelle der Prioritätenliste gesetzt hatte, eher ganz hinten. Die Neugestaltung der Bushaltestelle am Adler und die Umgestaltung des Adlerplatzes hat für ihn oberste Priorität, da es dabei um mehr Sicherheit auch für die Kinder geht. An die zweite Stelle wollte Himmelsbach die Entschärfung der Situation für die Fußgänger beim Rathaus im Bereich der Schutterbrücke und der Pfarrgutstraße gesetzt sehen.
Der Bürgermeister hatte mit diesen Vorschlägen keine Probleme. Die Priorisierung des Rathausumfeldes habe die Verwaltung eben aus dem von Himmelsbach angesprochenen Sicherheitsaspekt an die erste Stelle gesetzt. Gabbert räumte ein, dass das Projekt Pfarrgutstraße-Schutterbrücke im Grunde das richtige dafür ist.
Der Gemeinderat legte anschließend diese Reihenfolge fest, in denen die Projekte verwirklicht werden sollen. An Platz eins steht die Bushaltestelle/Adlerplatz (Kostenschätzung 144 000 Euro), an Platz zwei die Pfarrgutstraße-Schutterbrücke (105 000 Euro), an Platz drei der Modoscher Park (135 000 Euro), an Platz vier der Dorfplatz vor dem Schutterblick (165 000 Euro), an Platz fünf die Ortsmitte Schuttertal (400 000 Euro) und an Platz sechs das Rathausumfeld (95 000 Euro).
Weitere Projekte der Gemeinde im Dorfentwicklungsprogramm sind der Rathausspeicher, die Parkplätze nördlich der Schule, die Modoscher Heimatstube, die Waldparkplätze beim Reminihof und im Regelsbach sowie die Freifläche bei der Grundschule. Für diese Vorhaben hat die Gemeinde die Kosten noch nicht geschätzt.
Autor: Theo Weber
