Gute Vorsätze

MOMENT MAL: Danke, Römer!

Karlheinz Schiedel

Von Karlheinz Schiedel

Mo, 21. Januar 2019

Liebe & Familie

Das neue Jahr ist drei Wochen alt – höchste Zeit für eine erste Zwischenbilanz. Was ist aus den guten Vorsätzen geworden, die man(n) sich am Silvesterabend abgerungen hat? Ad 1: weniger Alkohol. Seit dem Neujahrssekt keinen Tropfen mehr angerührt und das bleibt auch so bis Aschermittwoch. Abgehakt. Ad 2: gesündere Ernährung. Nach der weihnachtlichen Völlerei ist derzeit Schonkost angesagt. Häkchen dran. Ad 3: mehr Bewegung. Ja gut, dreimal zehn Kniebeugen sind jetzt zwar keine Heldentat, aber immerhin mal ein Anfang. Und Outdoor-Sport führt bei dem Sauwetter sowieso nur zu gesundheitlichen Malaisen. Wird auf Anfang März verschoben. Bei Lichte besehen: Wer kam bloß auf die Schnapsidee, das neue Jahr ausgerechnet mitten im trüb-kalten Winter beginnen zu lassen? Zu einer Zeit also, wo jeder halbwegs normale Mensch in tiefe Antriebslosigkeit fällt? Wir ahnen es: die ollen Römer. Um mehr Zeit für ihre alljährlichen Feldzüge gegen die notorisch aufmüpfigen Iberer zu haben, verlegten sie den Jahresbeginn ab 153 v. Chr. kurzerhand vom 1. März auf den 1. Januar. Merke: Der Krieg ist der Vater aller Übel. Damn colonialists! Eigentlich hatte ich mir geschworen (Ad 4), mich künftig weniger über menschliche Borniertheiten aufzuregen. In Zeiten von Trump, Brexit und dem gerade aufkommenden "Dexit"-Geschwafel ist das aber schlichtweg ein Ding der Unmöglichkeit. Kein Häkchen. Basta!