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09. Oktober 2017

Ratschläge für Jungeltern

MOMENT MAL!: Mythen und Horrorvisionen

Windelalter, Erste-Schritte-Phase, Kindergarten-Ära und Grundschule sind vorbei. Zeit, eine Bilanz der ersten zehn Jahre Elternschaft zu ziehen.Und mit ein paar Mythen aufzuräumen, die einem im Laufe der Jahre mit auf den Weg gegeben werden.

Also, liebe Jüngst- und Jungeltern, Folgendes: Der eigene Bauch ist der beste Ratgeber. Ausgaben für Lebenshilfebücher wie "Bäuerchen, aber richtig" oder "Kreatives Sandeln" besser sparen und das Geld möglichst bald in einen Babysitter investieren. Der erste Kneipenbesuch nach der Niederkunft wird immer in Erinnerung bleiben, versprochen. Denn je früher der Babysitter wieder gehen muss, desto schneller trinkt es sich. Dann: Therapeuteritis. Nicht jedes Problem muss nach den ersten Symptomen pathologisiert werden. Bis der Premierentermin mit der Praxis vereinbart ist, hat sich das Meiste herausgewachsen. Falls nicht – bitte niemals Selbsthilfeforen im Internet aufsuchen. Dann lieber ins Kino in einen Schocker wie "Es" gehen. Das Ergebnis ist dasselbe. Nur spielt das eigene Kind in den sich einstellenden Horrorvisionen keine Rolle. Die weitest verbreitete Wandersage aber ist die der Geburtstagsfeier, die angeblich Eventcharakter haben muss. Topfschlagen, Wurstschnappen – und alles ist gut. Wer diese Klassiker an den Zeitgeist anpassen will, kann der Festgesellschaft ja Tofuwienerle oder vegane Schokolade unterjubeln.

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Autor: Peter Disch