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23. Juli 2012

MOMENT MAL!: Zelten mit Plan B

Von Maikka Kost.

Zugegeben, wirklich passionierte Camper sind wir nicht. Aber ab und zu muss Zelten einfach sein: Morgens frische Luft atmen, wenn man die Plane zurückschlägt, überm Lagerfeuer Würstchen am Stock grillen und am Endes des Tages beim Rotwein die Sterne zählen – großes Kino! Trotzdem lächeln uns unsere Freunde mitleidig an: "Wollt Ihr Euch das wirklich antun?" Ja, wir wagen es! Schließlich ist die Zeit vorbei, als man im Zwei-Mann-Zelt ohne Innenhaut auf harten Isomatten liegen und Erbswurstsuppe vom Esbit-Kocher löffeln musste. Heute haben wir ein Hauszelt mit Kabinen und Entrée. Ach, wie freue ich mich drauf, daraus eine Komfortzone zu machen! Kopfkissen, Bettwäsche und Doppelluftmatratze liegen schon bereit. Ebenfalls mit müssen: Esstisch, Kühlschrank und Minisoundsystem. Im Vorzelt wird ein Teppich aus Tunesien liegen. Lichterketten und Kerzen sorgen für Ambiente und aus der Espressomaschine wird der Mokka in – was sonst? – Tassen aus Porzellan fließen. Mein Mitbewohner hält mich für komplett verrückt. Der Luxus ist ihm eher wurscht. Stattdessen arbeitet mit höggschter Konzentration an Plan B, sucht im Keller Heringe, Leinen und Planen: "Wir müssen gerüstet sein für Regen und Sturm." Ach, hab ich’s ihm noch nicht gesagt? Für den Fall ist gesorgt: Da gibt es diese Freundin in der Nähe unseres Campingortes. Wir können zu ihr kommen, wenn alles unter Wasser steht. Sie freut sich schon.

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Autor: ko