Alltagswissen

Warum sind Sonnenstrahlen warm, obwohl sie durchs kalte All kommen?

Valérie Labonté

Von Valérie Labonté

Sa, 17. März 2018 um 21:04 Uhr

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"Das Licht der Sonne – physikalisch gesprochen die elektromagnetische Strahlung – bewegt sich mit Lichtgeschwindigkeit von 300 000 Kilometern pro Sekunde durchs All", sagt Astrophysiker Wolfgang Schmidt vom Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik in Freiburg.

Sobald die Sonnenstrahlen auf Materie treffen, beispielsweise auf die Erdatmosphäre, die Erdoberfläche oder auf die Haut eines Menschen, entsteht Wärme, da die Strahlung durch diese Materie absorbiert wird. Auf seinem Weg durch das eiskalte Weltall trifft das Sonnenlicht kaum auf Materie, denn dort befindet sich so gut wie nichts: "Der Bereich zwischen den Planeten und der Sonne ist praktisch ein perfektes Vakuum: Es gibt nur etwa fünf Partikel pro Kubikzentimeter, das sind 20 Größenordnungen weniger als die Dichte von Luft", erklärt Schmidt. Weil das Licht auf seinem Weg durch das All nicht absorbiert werden kann, verliert es auch keine Energie. Schmidt: "Man kann auch sagen, das Weltall ist so kalt, weil es so extrem leer ist."

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