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17. Februar 2017 00:00 Uhr

Tagesspiegel

Schulleitung gesucht: Unattraktiver Job

Auch die Kommunen tragen dazu bei, dass viele Lehrkräfte sich den Tort Schulleitung nicht antun wollen. Es fällt immer schwerer, diese Posten zu besetzen.

Schulleiter: Das war früher ein Mann, der bei offiziellen Feiern der Gemeinde in der ersten Reihe saß und höflich begrüßt wurde. Dies trifft heute weithin noch für Gymnasien zu, mag auch für andere Schularten gelten. Doch in Grundschulen ist Schulleitung ein unattraktiver Job geworden, dem oft selbst die gesellschaftliche Anerkennung abgeht.

Dabei könnte die als letzter Anreiz dienen, um jemanden für diese Aufgabe zu gewinnen. Die übrigen Rahmenbedingungen sind nämlich eher mies: Was zum Gehalt einer Lehrkraft dazukommt, entspricht nicht der Mehrarbeit und der zusätzlichen Verantwortung. Auch die geringere Unterrichtspflicht gleicht nicht die Zeit aus, die die Leitung einer Grundschule erfordert. Kein Wunder also, dass es immer schwerer fällt, diese Posten zu besetzen. Das Problem ist freilich nicht neu.

Weil aber nichts zur Lösung getan wird, vergrößert es sich von Jahr zu Jahr. Auch der baden-württembergische Gemeindetag hat nicht zum ersten Mal vom Land Verbesserungen verlangt. Dabei klammert er aber aus, wo seine Mitglieder helfen könnten. Denn Kommunen beschränken die personelle Ausstattung der Schulsekretariate aufs gebotene Minimum – und schon gar nicht neigen sie dazu, die Pädagogen in der Schulleitung von Managementaufgaben zu entlasten. So tragen sie dazu bei, dass viele Lehrkräfte sich den Tort Schulleitung nicht antun wollen.

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Autor: Wulf Rüskamp