Es gibt kein Zurück zu einer ursprünglichen Natur

Alexander Reiter

Von Alexander Reiter (Kirchzarten)

Mi, 16. Mai 2018

Leserbriefe

Zu: "Wenn der Wolf kommt", Beitrag von Karl-Heinz Fesenmeier (Politik, 9. Mai)

Ein hervorragender Artikel, an Fakten orientiert, frei von der verklärenden Ideologie des Naturschutzbund (Nabu). Höchste Zeit, Realisten zu Wort kommen zu lassen und mit dem Unsinn ein Ende zu machen, wir "bräuchten den Wolf".

Es ist beschämend, wenn sich ein Ministerium zum Fürsprecher des Nabu macht, gegen die Interessen der Mehrheit der Bürger und zum Schaden des Landes. Auch Wulf Rüskamp habe ich zu seinem Leitartikel geschrieben: Es war höchste Zeit für Ihren Artikel, der die Realitäten zurecht rückt.

Wo liegt der Gewinn für Baden-Württemberg, wenn einige Wölfe nachts durch die Lande ziehen? Bei null. Aber Schaf- und Viehherden sind für die Landschaftspflege und das Image unserer Landschaft unentbehrlich. Um diese vor den Wölfen zu schützen, müssen Unsummen aufgewendet werden, die für andere Zwecke besser eingesetzt würden. Leider macht sich die Presse viel zu sehr zu Lobbyisten für diese verbohrte "Zurück-zur-NaturIdeologie". Da wäre mehr Klartext erforderlich. In unserer Kulturlandschaft gibt es kein Zurück zu einer ursprünglichen Natur, ungebändigt vom Menschen; dann gehörten auch die Sumpfgebiete am Rhein mit ihren Moskitoschwärmen dazu. Ich kann nur hoffen, dass die BZ in dem Thema am Ball bleibt und die Öffentlichkeit wachrüttelt! Wir brauchen keine Wölfe! Alexander Reiter, Kirchzarten