Wolf

Gefährdete Tiere müssen geschützt werden

Beate Hippchen

Von Beate Hippchen (Freiburg)

Mi, 16. Mai 2018

Leserbriefe

Zu: "Geschöntes Bild vom Raubtier", Leitartikel von Wulf Rüskamp (Politik, 2. Mai)

Der Wolfsangriff im Schwarzwald mit vielen toten Schafen zeigt zweifellos, dass die Landwirtschaft sich im Schwarzwald noch nicht genügend auf die Ankunft des Wolfes vorbereiten konnte und dass noch weitere Maßnahmen zum Schutz der Weidetiere nötig sind.

Die Kompensation des wirtschaftlichen Schadens hat nun Vorrang, dafür gibt es den von Naturschutzverbänden mitgetragenen Ausgleichsfonds. Zudem sollte jedoch geprüft werden, ob Zäune und Herdenschutzhunde für Weidetierhalter zusätzlich gefördert werden müssen.

Sofort kommt der Ruf nach der Aufnahme des Wolfes in das Jagdgesetz. Dabei werden auch jetzt schon als Problemwölfe erkannte Tiere "entnommen", also getötet. Völlig legal, da im Jagdrecht aufgenommen, werden auch heute noch jedes Jahr mehr als 2000 Rebhühner geschossen. Dabei werden für diese sehr selten gewordene Art aufwändige Schutzmaßnahmen durchgeführt, und dennoch hat ihr Bestand innerhalb von 30 Jahren um 94 Prozent abgenommen.

Ähnliches trifft für Feldhase, Waldschnepfe und Wildenten zu. Artenschutz mit dem Gewehr? Gefährdete Tiere wie der Wolf müssen geschützt werden und nicht durch das Jagdrecht.

Beate Hippchen, Freiburg