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03. Februar 2012

Fairer Handel

Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut

Zu: "Nur ein Tropfen auf den heißen Stein", BZ-Gastbeitrag von Wolfgang Kessler (Politik, 21. Januar):

Ich möchte, im Namen meiner Kollegen aus dem Weltladen Löffingen, Herrn Kessler ganz energisch widersprechen! Steter Tropfen höhlt den Stein! Lieber profitiert nur eine kleine Minderheit der Armen, als dass keiner seiner Armut entkommen kann. Dazu kommt, dass der faire Handel sehr wohl Lobbyarbeit für gerechtere Welthandelsstrukturen betreibt. Vielleicht nicht so laut wie andere Verbände, aber er tut es. Nur Beiträge wie dieser, noch dazu vom Chefredakteur einer christlichen Zeitschrift und Wirtschaftspublizist, der in der Wahrnehmung schon per definitionem Recht hat, befördern unnötig die Ausrede: "Was kann ich denn schon tun?" Ich hoffe trotzdem sehr, dass Herr Kessler sich beim Einkaufen nicht dieser Ausrede bedient und seine, wenn auch kleine Marktmacht dafür einsetzt, diese Welt ein Stück gerechter zu machen. Und vielleicht denkt er daran, dass Rom auch nicht an einem Tag erbaut wurde!

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Autor: Kathrin Reppel-Knöpfle, Löffingen