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14. November 2017

INsekten

Wir vergessen den eigenen Anteil an der Misere

Zu: "In 30 Jahren wird es zu spät sein", Interview mit Alexandra-Maria Klein, Landschaftsökologin an der Universität Freiburg, von Sarah Beha (Aus aller Welt, 20. Oktober):

Können wir etwas dagegen tun? Der Rückgang der Insektenpopulation ist offensichtlich. Etwa beim Auto: Während früher hunderte Insekten allein am Nummernschild klebten, finden sich heute daselbst nur noch wenige. Das alleine beweist den Rückgang. Man kann annehmen, dass noch mehr Insekten zu Tode kommen, die nicht am Auto kleben bleiben, weil sie nur angeschlagen werden. Einst waren es wohl tausende, die jedes Auto pro Jahr einfing. Zählt man die Folgepopulationen dazu, die nicht zustande kamen, und multipliziert die Anzahl mit den 45 Millionen Pkws, die es in Deutschland gibt, und mit den knapp drei Millionen Lkw, die mit breiter Brust daher kommen, den ganzen Tag unterwegs sind und so Gelegenheit haben, Insekten zu fangen... Die Rechnung ergäbe eine astronomisch hohe Zahl. Eine stichprobenartige Zählung wäre interessant. Wäre! Wir schieben es lieber auf die Landwirtschaft, vergessen den eigenen Anteil an der Misere. Walter Henninger, Neuried-Ichenheim

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Autor: Walter Henninger, Neuried-Ichenheim