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afp

Von afp

Do, 12. Juli 2018

Ausland

Tod eines Aylbewerbers — Kapitän darf gehen — Mahnmal geschändet

AFGHANISTAN

Tod eines Aylbewerbers

Ein vor einer Woche aus Deutschland abgeschobener afghanischer Asylbewerber hat sich nach seiner Rückkehr erhängt. Er sei am Dienstag in einer von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zur Verfügung gestellten Unterkunft in Kabul aufgefunden worden, sagte ein Mitarbeiter des Flüchtlingsministeriums in Kabul am Mittwoch. Der Mann sei 23 Jahre alt gewesen und habe acht Jahre lang in Deutschland gelebt. Der Suizid rief Kritik deutscher Oppositionspolitiker und Flüchtlingsorganisationen an der Bundesregierung hervor.

MALTA

Kapitän darf gehen

Der Kapitän des auf Malta liegenden Rettungsschiffs "Lifeline" darf nach Deutschland reisen. Das Gericht gab am Mittwoch einem Antrag von Claus-Peter Reisch statt. Die "Lifeline" der in Dresden ansässigen Hilfsorganisation Mission Lifeline war fast eine Woche auf dem Meer blockiert, nachdem sie rund 230 Migranten vor Libyen gerettet hatte. Reisch muss sich vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, das Schiff ohne ordnungsgemäße Registrierung in maltesische Gewässer gesteuert zu haben.

GRIECHENLAND

Mahnmal geschändet

In Griechenland ist zum wiederholten Mal in diesem Jahr ein Holocaust-Mahnmal geschändet worden. In Thessaloniki schmierten Unbekannte Farbe auf die Gedenkstätte an der Aristoteles-Universität und schrieben mit einem Kreuz versehen "Jesus Christus besiegte den Teufel" auf eine der Gedenktafeln, wie Behörden am Mittwoch mitteilten.