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14. September 2017

Opposition stellt Maduro Bedingungen

Dialogangebot in Venezuela.

CARACAS (dpa). Nach dem Gesprächsangebot des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro hat die Opposition Bedingungen für einen Dialog gestellt. "Es wird keine Gespräche geben, bis unsere Bedingungen erfüllt sind", sagte der Präsident des entmachteten Parlaments, Julio Borges, am Mittwoch. Das Oppositionsbündnis MUD fordert die Freilassung der politischen Gefangenen, einen Zeitplan für Wahlen und die Rückgabe der Kompetenzen an das Parlament.

Nach Monaten der Konfrontation hatte sich Maduro zu einem Dialog mit der Opposition bereit erklärt. Die Gespräche sollten auf neutralem Boden in der Dominikanischen Republik stattfinden. Der Dialog diene "dem Frieden und der Demokratie in Venezuela", sagte Maduro. Seit April gab es Massenproteste gegen den Sozialisten Maduro, mehr als 120 Menschen kamen dabei ums Leben.

Nach Einsetzung einer Verfassungsgebenden Versammlung, die als übergeordnetes Staatsorgan das von der Opposition dominierte Parlament entmachtet hat, warfen zahlreiche Staaten Maduro vor, eine Diktatur zu errichten. Zuletzt wurde die kritische Generalstaatsanwältin Luisa Ortega abgesetzt, Oppositionspolitikern drohen lange Haftstrafen. Das Land mit den größten Ölreserven der Welt wird von einer tiefen Krise erschüttert, es fehlt überall an Lebensmitteln und Medizin.

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Autor: dpa