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02. Januar 2009

Papst für neue Weltordnung

Neujahrspredigten in Rom

VATIKANSTADT (KNA). Der neue Konflikt in Nahost und die weltweite Wirtschaftskrise hat Papst Benedikt XVI. in den Mittelpunkt seiner Predigten und Ansprachen zum Jahresbeginn gestellt. Eindringlich rief er im Gottesdienst am Neujahrstag Israel und die Palästinenser zu einer friedlichen Lösung der Auseinandersetzung im Gazastreifen auf. Die Friedenssehnsucht der großen Mehrheit der Israelis und der Palästinenser setze der massive Gewaltausbruch im Nahen Osten aufs Spiel, warnte Benedikt XVI. in seiner Predigt vor mehreren Tausend Menschen im Petersdom. Seine besondere Sorge galt den Christen im Gazastreifen. Mit einem klugen und weitblickenden Beitrag aller sei ein Zusammenleben in Sicherheit und Würde möglich.

Angesichts der vielfältigen Bedrohungen des Friedens nannte der Papst Hass und Misstrauen die größten Gefährdungen für das Zusammenleben der Völker. Mit deutlichen Worten verurteilte er außerdem einen neuen Rüstungswettlauf.

Gegen die globale Wirtschaftskrise genügt es nach den Worten des Papstes nicht, "neue Flicken auf ein altes Kleid zu setzen". Beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz rief er dazu auf, alle Anstrengungen auf das Ziel einer globalen Solidarität zu richten. Ein falscher Weg wäre es in der Krise bloß auf ein günstiges Schicksal oder auf die Netzwerke von Markt und Finanzen zu vertrauen. Den Regierungen und internationalen Organisationen signalisierte er die Bereitschaft der Kirche, an der Gestaltung einer menschenwürdigen Weltordnung mitzuwirken.

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Autor: afp