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13. Oktober 2017

Streit um Seehofer gärt

Führungsdebatte in der CSU.

MÜNCHEN (AFP). In der CSU hält der Führungsstreit um Parteichef Horst Seehofer an. Am Donnerstag sorgte ein Bericht der Bild-Zeitung bei den Christsozialen für Aufregung, laut dem sich ein großer Teil des CSU-Bezirksverbands München gegen Seehofer stellt. Der ebenfalls zu diesem CSU-Bezirk zählende stellvertretende Generalsekretär Markus Blume bestritt allerdings, dass es eine offizielle Gremiensitzung gegeben habe.

Seehofer sagte am Rande einer Sitzung des bayerischen Landtags, er wolle sich selbst Klarheit verschaffen, was bei der CSU in München Sache sei. "Ich höre da sehr Unterschiedliches." Er werde mit dem Münchner Bezirksvorsitzenden und bayerischen Kultusminister Ludwig Spaenle das Gespräch suchen. "Der wird mir dann schon sagen, wie die Dinge tatsächlich stehen", so Seehofer. Dabei gehe es mit Blick auf den CSU-Parteivorstand am kommenden Montag um die Frage, ob nach wie vor gelte, dass die CSU in Berlin stark und geschlossen verhandeln wolle. Blume sagte im Bayerischen Rundfunk: "Das ist definitiv nicht der Zeitpunkt, um solche Dinge aus dem Hinterzimmer loszutreten, man kann auch sagen aus dem Hinterhalt." Bild zufolge war Blume als einziger von neun Kreisvorsitzenden in München bewusst nicht zum Treffen des Bezirks eingeladen worden.

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Autor: afp