Wer wird neuer Generalsekretär in der CDU?

Christopher Ziedler

Von Christopher Ziedler

Do, 06. Dezember 2018

Deutschland

Personaldebatten vor Parteitag.

BERLIN. Um nach dem an diesem Donnerstag beginnenden Bundesparteitag eine Spaltung der CDU in unversöhnliche Lager zu verhindern, plädiert Günther Oettinger für eine starke Einbindung des oder der Unterlegenen. "Der Sieger oder die Siegerin muss dem oder der Unterlegenen ein Angebot machen", sagte der EU-Kommissar der BZ. "Nach ihrer Wahl sollten Annegret Kramp-Karrenbauer oder Friedrich Merz dem jeweils anderen die Mitarbeit im engsten Führungszirkel anbieten – am besten als Parteivize." Umgekehrt fordert der CDU-Politiker, "dass der oder die Unterlegene öffentlich die Bereitschaft kundtut, nach der nächsten Bundestagswahl unter ihr oder ihm in ein Bundeskabinett einzutreten".

Es werden auch andere Szenarien diskutiert. So hieß es aus Vorstandskreisen der Südwest-CDU, Bundesvize Thomas Strobl habe Merz für den Fall seiner Wahl zum Bundesvorsitzenden geraten, weiter auf Kramp-Karrenbauer als Generalsekretärin zu setzen – obwohl sie das bisher ausgeschlossen hat. Spekulationen, wonach der Politikrückkehrer für den Posten auch Agrarministerin Julia Klöckner oder Bundestagsfraktionsvize Katja Leikert im Blick habe, wurden in Stuttgart verneint.

Chancen für JU-Vorsitzenden in Baden-Württemberg

Das gilt auch für in der Bundestagsfraktion kursierende Gerüchte, wonach Kramp-Karrenbauer im Erfolgsfall potenzielle Merz-Befürworter aus dem Südwesten nominieren wolle. Stattdessen hieß es in der Südwest-CDU, der Vorsitzende der Jungen Union, Paul Ziemiak, sei die bevorzugte Wahl von "AKK". Dort geht man zudem fest davon aus, dass Merz bei einer Niederlage nicht für andere Positionen zur Verfügung steht.

Der Zeitplan des Parteitags spricht dafür, dass es umfangreiche Vorabsprachen in diese Richtung gegeben hat. So sollen nach Angaben aus Parteikreisen neben der Vorsitzendenwahl auch die Stellvertreter- und der Generalsekretärsposten noch am Freitag vergeben werden.