Der Stroemfeld Verlag meldet Insolvenz an

dpa

Von dpa

Di, 11. September 2018

Literatur & Vorträge

Der Verlag ist zuerst mit klassenkämpferischen Schriften und dann mit Klassiker-Editionen bekannt geworden. Jetzt hat Stroemfeld nach fast 50 Jahren Insolvenz angemeldet. Verlagsgründer Karl-Dietrich ("KD") Wolff (75) machte für die finanziellen Problemen unter anderem die großen öffentlichen Bibliotheken verantwortlich, die als Abnehmer seiner Bücher weggebrochen seien. Wolff, der einst Chef des Sozialistischen Studentenbundes (SDS) war, hat den Verlag 1970 gegründet. Begonnen hatte er mit Titeln wie "Erziehung und Klassenkampf". Zum großen Bestseller und Kultbuch wurde Ende der 70er Jahre Klaus Theweleits "Männerphantasien". Nicht betroffen von der Insolvenz ist der Schweizer Ableger des Verlags in Basel.