Sechs Kandidaten

Shortlist für den Deutschen Buchpreis steht fest

dpa/epd

Von dpa & epd

Di, 11. September 2018 um 11:29 Uhr

Literatur & Vorträge

Wer erhält den Deutschen Buchpreis? Das entscheidet sich zwischen Maria Cecilia Barbetta, Maxim Biller, Nino Haratischwili, Inger-Maria Mahlke, Susanne Röckel und Stephan Thome.

Damit haben es beim Wettbewerb um den besten deutschsprachigen Roman des Jahres vier Frauen und zwei Männer ins Finale geschafft. Dies teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Dienstag in Frankfurt mit.

"Das Vergangene ist nicht tot, es ist nicht einmal vergangen", umschrieb Jurysprecherin Christine Lötscher in Anlehnung an ein berühmtes Zitat von William Faulkner die sechs Bücher. Alle folgten "fabulierend, spekulierend, verspielt" auf ganz unterschiedlichen Spuren der Vergangenheit.

Nominiert wurden die Romane "Nachtleuchten" von María Cecilia Barbetta (S. Fischer, August 2018), "Sechs Koffer" von Maxim Biller (Kiepenheuer & Witsch, September 2018), "Die Katze und der General" von Nino Haratischwili (Frankfurter Verlagsanstalt, August 2018), "Archipel" von Inger-Maria Mahlke (Rowohlt, August 2018), "Der Vogelgott" von Susanne Röckel (Jung und Jung, Februar 2018) und "Gott der Barbaren" von Stephan Thome (Suhrkamp, September 2018).

Vor knapp vier Wochen hatte die Jury eine erste Longlist von 20 Titeln erstellt, zu denen auch der Roman "Wie kommt der Krieg ins Kind" der Freiburger Autorin Susanne Fritz zählte. Nicht in die engere Wahl einbezogen wurden auch die jüngsten Werke von Arno Geiger ("Unter der Drachenwand"), Adolf Muschg ("Heimkehr nach Fukushima") und Helene Hegemann ("Bungalow").

Die sieben Jurymitglieder sichteten nach eigenen Angaben 199 Titel, die zwischen Oktober 2017 und dem 11. September 2018 erschienen sind. Der Jury gehören neben der freien Züricher Kritikerin Christine Lötscher an: Christoph Bartmann (Goethe-Institut Warschau), Luzia Braun (ZDF), Tanja Graf (Literaturhaus München), Paul Jandl (freier Kritiker), Uwe Kalkowski (Literaturblog "Kaffeehaussitzer") und Marianne Sax (Bücherladen Marianne Sax, Frauenfeld/Schweiz).

Der Gewinner der wichtigsten Auszeichnung der Branche wird am 8. Oktober zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse gekürt. Der Sieger erhält 25 000 Euro. Die restlichen Finalisten bekommen 2500 Euro. Im vergangenen Jahr gewann der österreichische Schriftsteller Robert Menasse mit seinem Roman "Die Hauptstadt" die Auszeichnung. Der Preis wird vom Dachverband der deutschen Buchbranche organisiert.