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23. Mai 2008

Debatte um Artenschutz

Hauk will Bauern nicht zwingen.

STUTTGART (dpa/BZ). In der Debatte um Intensivierung der Landwirtschaft und Artenvielfalt will Agrarminister Peter Hauk (CDU) den Bauern im Land keine neuen Verpflichtungen zum Artenschutz auferlegen. Baden-Württemberg setze auf freiwillige Leistungen gegen Ausgleichszahlungen, sagte Hauk am Mittwoch. Das Land investiere 85 Millionen Euro im Jahr für den Erhalt der biologischen Vielfalt.

Das wies der Bad Krozinger SPD-Landtagsabgeordnete Christoph Bayer zurück: Agrarfördermittel etwa für den Grundwasserschutz würden für aktuelle Themen umetikettiert. Ein Hauptgrund für Artenschwund im Land sieht Bayer im Flächenverbrauch. Dagegen solle Hauk vorgehen und auf Aktionen gegen Maikäfer, Kormorane und Maisschädlinge verzichten, "die Kollateralschaden anrichten". Die Grünen kritisierten, Selbstverpflichtungen würden nicht genügen. Artenschutz und eine durchindustrialisierte Landwirtschaft seien nicht vereinbar.

Hauk will künftig gezielt Erhalt und Pflege von Streuobstwiesen fördern. Zudem sollen Milchbauern in Hochlagen unterstützt werden. Sonst gäbe es im Schwarzwald nur noch Wald und keine Wiesen. Fördermittel sollen auch Winzer bekommen, die Steillagen bewirtschaften. "Schützen durch nützen", nannte Hauk als Grundsatz. Landwirtschaft und Artenvielfalt seien nur gemeinsam möglich.

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Autor: dpa