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19. Juni 2017

HINTERGUND

Zypern kein Einzelfall

Zypern ist nicht der einzige Staat, der mit dem "Verkauf" von Pässen oder einer langfristigen Niederlassungserlaubnis seine wirtschaftliche Situation verbessert. Die Karibikinsel Grenada bietet ihre Staatsbürgerschaft für einen Preis von 200 000 Dollar an. Dafür gibt es Pässe für eine vierköpfige Familie, wie Recherchen des Finanzportals finews.ch ergeben haben. Wer einen Pass der Insel besitzt, kann wegen der Commonwealth-Zugehörigkeit ohne Visum nach Großbritannien reisen. Die auf die Suche nach Wohnsitzen und Staatsbürgerschaften spezialisierte Agentur Henley & Partners hat aus der EU neben Zypern auch Österreich und Malta im Angebot. Auch dort gibt es Pässe für Nicht-EU-Bürger, wenn bestimmte Gegenleistungen erbracht werden. In Österreich sind das zum Beispiel eine Direktinvestition oder eine Beteiligung an einem Gemeinschaftsunternehmen mit einem österreichischen Partner. Für einen maltesischen Pass beziffert Henley & Partners die Kosten auf 900 000 Euro. Portugal wiederum lockt mit dem Golden Residence Permit Program. Wer 500 000 Eur o in ein portugiesisches Haus investiert, erhält eine Niederlassungserlaubnis. Mit ihr kann der Investor visafrei im Schengenraum reisen – also auch nach Deutschland. Wer sein Geld in einen sanierungsbedürftigen Altbau steckt, bekommt die Erlaubnis günstiger.

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Autor: bkr