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dpa

Von dpa

Di, 11. September 2018

Wirtschaft

Piloten streiken erneut — Weniger Wachstum — Tausende müssen gehen — Gegen SPD-Pläne — Kommission startet

RYANAIR

Piloten streiken erneut

Passagiere des Fluggesellschaft Ryanair müssen sich wieder auf Streiks einrichten. Die Vereinigung Cockpit hat die rund 400 in Deutschland stationierten Kapitäne und Co-Piloten für diesen Mittwoch (12. September, 3.01 Uhr) zu einem 24-Stunden-Streik aufgerufen. Parallel rief die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi rund 1000 Flugbegleiter von Ryanair in Deutschland ebenfalls für Mittwoch zum Streik auf.

TÜRKISCHE WIRTSCHAFT

Weniger Wachstum

In der Türkei hat sich das Wachstum im zweiten Quartal verlangsamt. Wie die türkische Statistikbehörde Tüik am Montag mitteilte, legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von April bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,2 Prozent zu, nachdem es im ersten Quartal noch um 7,3 Prozent gewachsen war. Ökonomen erwarten eine weitere Verschlechterung. Zu Beginn des dritten Quartals, im Juli und August, brach die türkische Lira dramatisch ein. Die Lira hat seit Jahresbeginn mehr als 40 Prozent ihres Werts verloren und ist allein im August um 20 Prozent eingebrochen.

T-SYSTEMS

Tausende müssen gehen

Die angeschlagene Telekom-Tochter T-Systems startet nach Informationen des Handelsblatts in Kürze mit einem massiven Stellenabbau. Die Zeitung berichtete am Montag über eine entsprechende Vereinbarung mit dem Betriebsrat: "Wir haben uns geeinigt, dass bis Ende 2020 insgesamt 3765 Stellen abgebaut werden", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende und T-Systems-Aufsichtsratsmitglied Thomas Schneegans der Zeitung.

WOHNUNGSWIRTSCHAFT

Gegen SPD-Pläne

Der Zwölf-Punkte-Plan der SPD im Kampf gegen steigende Mieten stößt auf Ablehnung bei der Wohnungswirtschaft. Es müssten "echte praktische Lösungen" für die Probleme am Wohnungsmarkt gefunden werden, ein Mietenstopp helfe dabei nicht, erklärte der Präsident des Spitzenverbands der Wohnungswirtschaft GdW, Axel Gedaschko, am Montag.

WETTBEWERB

Kommission startet

Das Bundeswirtschaftsministerium hat eine Kommission eingesetzt, die sich mit einer Reform des deutschen und europäischen Wettbewerbsrechts befassen soll. Bis Herbst kommenden Jahres soll das Gremium Vorschläge zur Modernisierung des Wettbewerbsrechts im digitalen Zeitalter machen, wie das Ministerium am Montag mitteilte. Zu einem der drei Vorsitzenden wurde der Chef der Monopolkommission, Achim Wambach, berufen.