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afp

Von afp

Fr, 17. August 2018

Wirtschaft

China geht auf USA zu — Kein Elektroschrott mehr — Streit um neuen Chef — Plus beim Neugeschäft

HANDELSKONFLIKT

China geht auf USA zu

Zur Entschärfung des schwelenden Handelsstreits mit den USA hat China angekündigt, Ende August eine Delegation zu Gesprächen nach Washington zu schicken. Vize-Handelsminister Wang Shouwen werde auf Einladung der US-Seite Gespräche mit seinem amerikanischen Kollegen David Malpass führen, teilte das chinesische Handelsministerium am Donnerstag mit. Es wäre das erste offizielle Treffen beider Seiten, seit Verhandlungen zwischen Chinas Vize-Premierminister Liu He und US-Handelsminister Wilbur Ross Anfang Juni in Peking gescheitert waren. Seitdem haben sich beide Länder mit gegenseitigen Zöllen auf Waren im Wert von 50 Milliarden US-Dollar überzogen, von denen die jüngsten am 23. August in Kraft treten sollen.

THAILAND

Kein Elektroschrott mehr

Thailand will künftig weder Plastikmüll noch Elektroschrott anderer Länder aufnehmen. Die Militärregierung in Bangkok kündigte am Donnerstag ein neues Gesetz an, das solche Abfall-Importe strikt verbietet. Die Neuregelung soll innerhalb der nächsten beiden Jahre in Kraft treten. Der Verband kommunaler Unternehmen, der auch Entsorgungsbetriebe vertritt, sprach von einem deutlichen Signal. "Die asiatischen Länder senden uns mit ihren Importverboten eine klare Botschaft: Wir müssen uns besser um unseren eigenen Abfall kümmern." Zuvor hatte China ein weitgehendes Einfuhrverbot für solchen Müll verhängt.

AIR FRANCE

Streit um neuen Chef

Französische Gewerkschaften laufen Sturm gegen die mögliche Berufung eines kanadischen Managers an die Spitze der Fluggesellschaft Air France-KLM. Als gesetzt gilt der Vizechef von Air Canada, Benjamin Smith. Es sei "unvorstellbar", dass Air France "in die Hände eines ausländischen Managers fällt", dessen Kandidatur von einem Konkurrenz-Konzern unterstützt werde, teilte ein Bündnis aus neun Gewerkschaften mit. Gemeint war die US-Fluggesellschaft Delta, die 8,8 Prozent an Air France-KLM hält.

LBS SÜDWEST

Plus beim Neugeschäft

Zwei Jahre nach der Fusion der Landesbausparkassen (LBS) Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ziehen die Verantwortlichen eine positive Bilanz. Bis Ende Juli habe die LBS Südwest gut 103 000 Verträge mit einer Brutto-Bausparsumme von insgesamt 6,13 Milliarden Euro vermittelt – fast neun Prozent mehr als 2017. Damit komme die LBS auf rund 42 Prozent Marktanteil, teilte sie am Donnerstag mit. Die Bausparkasse der Sparkassen beschäftigt nach eigenen Angaben 804 Angestellte und 69 Auszubildende.