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20. Juni 2013

"Liberale Gegenrevolution"

Kaspar Villiger in Freiburg.

FREIBURG (weg). Der ehemalige Schweizer Regierungschef Kaspar Villiger sieht Europa auf einem gefährlichen Weg zur Überregulierung. In dem Versuch, die Finanzkrise zu bewältigen, schieße man über das Ziel hinaus und stranguliere die wirtschaftliche Dynamik, sagte Villiger am Dienstag in Freiburg. Er hielt die traditionelle Walter-Eucken-Vorlesung. Damit wird an den Freiburger Wirtschaftsforscher Walter Eucken erinnert, der die Grundlagen für das Konzept der sozialen Marktwirtschaft entwickelte.

Villiger, der in der Finanzkrise den Verwaltungsratsvorsitz der Schweizer Großbank UBS übernahm, die vom Staat gestützt werden musste, nahm die Schweiz von dem Trend zur Überregulierung nicht aus. Er sagte, man müsse in Europa eine "liberale Konterrevolution" ausrufen, damit sich wieder mehr wirtschaftliche Dynamik entfalten könne.

Im Rahmen der Walter-Eucken-Vorlesung wurde dem Wirtschaftsforscher Joachim Starbatty die Walter-Eucken-Medaille verliehen. Der Tübinger Professor klagte 1997 gegen die Einführung des Euro und 2010 gegen die Griechenland-Hilfe – beide Male erfolglos.

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Autor: weg