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28. Juli 2012
Nähe und Entfremdung
Hermann-Hesse-Preis für Annette Pehnt.
Die 1967 in Köln geborene, in Freiburg lebende Autorin Annette Pehnt erhält den mit 15 000 Euro dotierten Hermann Hesse Literaturpreis für ihr literarisches Werk. Die Auszeichnung wird von der Hermann Hesse Stiftung, Karlsruhe, vergeben. Die Jury erklärte, dass die 44-Jährige in ihrem aktuellen Roman "Chronik der Nähe" mit präzisem Blick einen Generationenkonflikt zwischen Großmutter, Mutter und Tochter aufzeige, der in der Nachkriegszeit und der Gegenwart spielt. In kunstvoller Weise würden die verschiedenen Perspektiven der bedrückenden Mutter- und Tochter-Beziehung miteinander verwoben. Es entstünden ein Bild von Entfremdung, suchender Nähe und Distanz dreier Generationen von Frauen und eine Chronik der Bundesrepublik.
Der mit 5000 Euro dotierte Förderpreis geht an die 1982 in Ames in Iowa geborene Autorin Ann Cotten für "Florida-Räume". Die 30-jährige in Berlin lebende Lyrikerin zähle mit ihrem nach allen Regeln der Theorie komponierten Band, der Prosa und Lyrik, Poesie und Poetik auf ungewohnte Weise verknüpft, zu den großen Hoffnungen der zeitgenössischen Dichtung, urteilte die Jury.
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Die Preisverleihung findet am 19. Oktober in Karlsruhe statt. Der Hesse-Preis wird seit 1957 in zweijährigem Rhythmus vergeben. Hesse selbst gab seine Zustimmung zur Auszeichnung. Sie zählt zu den wichtigen deutschen Literaturpreisen. Zu den Trägern gehören Martin Walser, Hubert Fichte, Adolf Muschg, Marlene Streeruwitz, Antje Rávic-Strubel und Alain Claude Sulzer.
Autor: BZ



