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17. Juli 2017

Rechenprozesse erlebbar machen

Roths geförderte Projektidee.

  1. Tim Otto Roth Foto: rab

OPPENAU (BZ). Spitzenforschung und innovative Kunstprojekte möchte das von der Europäischen Union geförderte Projekt Vertigo zusammenbringen. Eine internationale Jury unter Leitung des am Pariser Centre Pompidou befindlichen Forschungsinstituts für Akustik/Musik IRCAM hat dafür insgesamt zehn Gruppen ausgewählt, die jeweils aus einem Kunstschaffenden und einer Forschungsgruppe bestehen. Im Rahmen von Gastaufenthalten an führenden europäischen Forschungseinrichtungen arbeiten die Künstlerinnen und Künstler gemeinsam mit den Wissenschaftlern eine Projektidee aus, die nicht in erster Linie die wissenschaftlichen Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht, sondern die zugleich einen Mehrwert für die wissenschaftliche Arbeit entwickeln.

Der Komponist und Konzeptkünstler Tim Otto Roth aus Oppenau arbeitet seit vielen Jahren mit internationalen Forschungseinrichtungen zusammen. Seine klangbasierten Installationen "Heaven’s Carousel" und "Aura calculata" haben viele Zuhörer begeistert. Mit dem Projekt "SMART>SOS" fügt er seinen Wissenschaftskooperationen eine neue hinzu. Erstmals arbeitet er mit Wissenschaftlern zusammen, die auf mikrobiologischer Ebene forschen. Diese haben es sich zur Aufgabe gemacht, Maschinen zu entwickeln, die nur wenige Milliardstel eines Meters groß sind. Diese sollen als Bio-Computer Rechenprozesse effektiver und energiesparender machen. Die kleinen Kanäle, die dazu genutzt werden, bilden bei Tim Otto Roth den Ausgangspunkt für ein Gesamtkunstwerk, das die Rechenprozesse visuell und akustisch erlebbar macht. Um dieses zu realisieren, werden dem Künstler 30 000 Euro zur Verfügung gestellt, um mit Forschern im schwedischen Lund und Kalmar an Schaltkreisen für Biocomputer zu arbeiten.

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Unter den ausgezeichneten Projekten, die von Kunstschaffenden aus Europa, der USA und Japan eingereicht wurden, ist "SMART>SOS" das einzige deutsche.

Autor: bz