Ulm und Schutterzell gewinnen Kreiswettbewerb

Peter Meier

Von Peter Meier

Fr, 08. Dezember 2017

Offenburg

Preisverleihung von "Unser Dorf hat Zukunft" / Nächste Herausforderung ist die Beteiligung am Landeswettbewerb.

RENCHEN-ULM. Als Sieger im diesjährigen Kreiswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" war Ulm am Mittwochabend in der Ullenburghalle Gastgeber der Preisverleihung durch Martin Schreiner, Dezernent für den Ländlichen Raum beim Landratsamt Ortenaukreis. Ein zweiter Preis ging an Neuried-Schutterzell. In den Ansprachen wurde die Leistung beider Gemeinden gewürdigt. Renchen-Ulm galten die besten Wünsche für die nächste Stufe, die Beteiligung am Landeswettbewerb.

Eröffnet und begleitet wurde die Ehrungsfeier von der Seniorenband Renchen-Ulm unter Leitung von Manfred Bergmeier. "Wir freuen uns und sind stolz über den ersten Platz, den wir bei diesem Wettbewerb erreicht haben", betonte Renchens Bürgermeister Bernd Siefermann. Glückwünsche galten der Delegation aus Neuried-Schutterzell mit Bürgermeister-Stellvertreter Peter Heuken und Ortsvorsteher Thomas Elble an der Spitze zum zweiten Preis auf Kreisebene. Alle die an "Unser Dorf hat Zukunft" seien vorn vornherein schon Gewinner, weil sie von den Spezialisten der Jury bei der Begehung und im Bewertungsprotokoll wertvolle Tipps dazu erhielten, wie sie ihre Ortschaft nachhaltig weiterentwickeln und noch zukunftsfähiger machen können. Die Ullenburghalle als "Wohnzimmer" der Ortschaft stellte Siefermann als Beispiel des ehrenamtlichen Engagements und der Identifikation von Vereinen und Bürgern mit ihrer Ortschaft Ulm vor – mit mehr als 5000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden wurde sie vor Jahren zu einem Schmuckstück saniert.

Seit 1962 führt die Ortenau den Landeswettbewerb "Unser Dorf ht Zukunft" durch, rief Martin Schreiner eingangs in Erinnerung. Das erforderte 55 Jahre lang Durchhaltevermögen der Initiatoren, aber auch viel Kreativität, Engagement und Tatendurst der Aktiven vor Ort. Glückwünsche galten den beiden Ortschaften für ihre erfolgreiche Teilnahme, vor allem aber auch den ehrenamtlichen Helfern, von denen die erforderlichen Aktivitäten geplant und umgesetzt wurden. Durch ihren Einsatz hätten sie gezeigt, dass ihr Wohnort Perspektiven habe, betonte Schreiner. "Die Teilnahme am Wettbewerb ist für uns vom Ortenaukreis ein Zeichen dafür, dass bei Ihnen die Dorfgemeinschaft funktioniert, lebendig und langfristig engagiert ist", so Schreiner. Neben der Stärkung der Dorfgemeinschaft, Dankesworte galten auch den Mitgliedern der Jury, wobei Hansjörg Haas von der Beratungsstelle für Obst- und Gartenbau, Landschaftspflege als Geschäftsführer besonders herausgestellt wurde. Er hatte die Teilnehmer am Kreisentscheid schon bei der Vorbereitung begleitet. "Wir werden auch künftig einen Kreisentscheid machen", sagte Schreiner. Gemeinden und Ortschaften seien Teil der wunderschönen Ortenauer Kulturlandschaft, ihre Weiterentwicklung eine Herzenssache der Bevölkerung. Daher hätten beide gewonnen, Ulm und Schutterzell – unabhängig von ihrer Platzierung im Wettbewerb. Anschließend konnten die Ortsvorsteher die Preise in Empfang nehmen, wobei Schreiner auch die zentralen Aussagen der Bewertungskommission wiederholte. Für Schutterzell freute sich Thomas Eble, dass nach mehreren dritten Plätzen im Wettbewerb nun eine Steigerung auf den zweite Preis erreicht wurde. Ulms Ortsvorsteher Roland Boldt dankte im Schlusswort den vielen ehrenamtlichen Helfern und den Vereinen, ohne die dieser erste Preis nicht möglich gewesen wäre. Die Ortschaft habe sehr lange darauf hingearbeitet, praktisch ab der Sanierung der Ullenburghalle vor 15 Jahren, wobei er seine Amtsvorgänger Gottfried Walz und Peter Spraul ebenso in den Dank einbezog wie Bürgermeister Siefermann sowie Gemeinde- und Ortschaftsrat. "Wir werden uns den künftigen Herausforderungen stellen", versicherte er und verwies auch auf das 950-jährige Jubiläum der Ortschaft im Jahr 2020.