Vortrag zum Antikriegstag

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 31. August 2017

Offenburg

Neuer Verein stellt sich vor.

OFFENBURG (BZ). Der neue Verein für eine grenzüberschreitende Erinnerungsarbeit und eine friedliche und humane Zukunft e.V. lädt zu seiner ersten Veranstaltung ein. Thema: "Aus der Geschichte lernen, 1. September 1939, Erinnerung an die größte Katastrophe der Menschheit." Die Veranstaltung findet am Freitag, 1. September, 19 Uhr im Oleofactum, Hildastraße 4, statt. Zu Begrüßung spricht Hausherr Walter Bitzer, anschließend wird eine Fotoausstellung eröffnet mit Einführung von Hans-Peter Goergens.

Die Idee, den Verein zu gründen, sei am 12. April 2017 auf dem alten Offenburger Friedhof entstanden, nach dem Gedenken an die ermordeten Häftlinge des KZ Offenburg. Der Verein ist laut Pressemitteilung verschwistert mit der Association des Amis de la Fondation pour la Memoire de la Déportation mit Sitz in Willer sur Thur im Oberelsass.

"Da in Offenburg keine Veranstaltung zum Antikriegstag sichtbar war, haben wir uns dies zum Thema unseres ersten Auftretens gewählt", erläutert der Verein den Zeitpunkt seines ersten öffentlichen Auftretens zum 1. September. Ziel der Veranstaltung sei, der zweiten und dritten Generation der Flüchtlinge und Vertriebenen aus den ehemaligen Ostgebieten zu zeigen, dass es eine Geschichte der Vertreibung und Flucht der Eltern und Großeltern gab. Hans-Peter Goergens hat als Kind diese Flucht selbst erleben müssen. Er erklärt: "Ich erforschte Geschichte rund um meinen Geburtsort Altweichsel im ehemaligen Freistaat Danzig. Im Nachbarort Simonsdorf wurde das erste Massaker am ersten Kriegstag begangen. Aus diesem Ort stammt mein Vater. Diesem Massaker folgten unmittelbar viele Mordaktionen." Goergens hat viel Arbeit in Archiven auch vor Ort gesteckt. Er schlug dem Verein zum Thema eine Ausstellung und einen Vortrag zu machen.

Der Vorstand des Vereins besteht aus Monique Reiser, Dorothea Hennig und Hans-Peter Goergens.