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18. Februar 2010

GESICHT DES TAGES: Der Größte will springen

Jewgeni Pluschenko hebt ab.

  1. J. Pluschenko Foto: ddp

Ginge es nach Jewgeni Pluschenko, dann könnte man das das Wort "Eiskunstlauf" durch "Eisspringen" ersetzen. Ginge es aber nach anderen, und hier kommen seine Konkurrenten ins Spiel, dann sollte man im Eiskunstlauf mehr leisten, als sich nur wuchtig in die Luft zu schrauben. Nun ist dieser Sport keine Aristokratie, denn sonst ginge es nach ihm, dem Russen Pluschenko, der sich selbst der der Größte nennt. Der Größte hat nämlich in der kommenden Nacht Großes vor: Er möchte als erster Russe den Olympiasieg im Eiskunstlauf wiederholen. Wie das gelingen soll? Mit einem vierfachen Toeloop, den Pluschenko wie kein anderer beherrscht. Für seine Kritiker ist das nicht genug. Für Gold genüge auch nicht, dass er junge Mädels mit seinem Hüftschwung begeistere, so die Majestätsbeleidigung des deutschen Preisrichters Ulf Denzer. Dennoch entscheiden aber gerade Menschen wie er über Sieg und Niederlage, selbst wenn sie nach Auskunft des Amerikaners Joe Inman "die Läufer aus Europa bevorzugen". An Pluschenko prallt das alles ab: "Mir sind die Noten egal", sagt er. Fraglich bleibt aber, sollten die Noten bescheiden bleiben, wie er das mit seiner Definition von Größe vereinen will.

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Autor: Frey/Lojewsky