GESICHT DES TAGES: Ein Japaner ist der Erste

sid

Von sid

Mi, 14. Februar 2018

Olympische Spiele

Dopingfall in Pyeongchang.

Die Olympischen Winterspiele in Südkorea haben ihren ersten Dopingfall. Der japanische Shorttracker Kei Saito wurde in Pyeongchang am Sonntag, 4. Februar, also eine knappe Woche vor Beginn der Wettbewerbe, positiv auf die maskierende Substanz Acetazolamid getestet und vorläufig gesperrt, wie der Internationale Sportgerichtshof (CAS) mitteilte. Saito ist der erste Dopingfall eines japanischen Athleten bei Winterspielen. Der 21-jährige Athlet bestreitet, wissentlich betrogen zu haben. "Ich bin überrascht und bestürzt. Das ist unerklärlich. Ich habe niemals Doping beabsichtigt. Ich habe das japanische Anti-Doping-Seminar besucht und alle Anweisungen befolgt", teilte er in einer schriftlichen Stellungnahme mit. Seine Überzeugung sei, betonte Saito: "Sportler sollten nicht dopen. Ich habe auch niemals Präparate eingenommen, die ich verschleiern müsste." Wenn, dann müsse er den Wirkstoff versehentlich zu sich genommen haben. Japans Chef de Mission Yasuo Saito bestätigte, der Shorttracker sei noch am 29. Januar im Trainingslager in der Heimat negativ getestet worden: "Daher haben wir derzeit keine Erklärung, wie die Substanz in seinen Körper gelangen konnte." Dennoch fügt sich Kei Saito. "Jetzt dagegen anzukämpfen, würde Ärger für das gesamte Team mit sich bringen", sagte er.