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17. Juni 2012 16:00 Uhr
Gefängnis
Polizei fasst Rottweiler Ausbrecher
Auf der Flucht: Die Rottweiler Polizei hat zwei Gefängnisausbrecher nach kurzer Flucht wieder gefasst. Zeugenhinweise führten sie auf ihre Spur.
Die Männer im Alter von 23 und 27 Jahren wurden am Samstagnachmittag im Stadtgebiet von Rottweil und in der Nachbargemeinde Zimmern festgenommen. Zeugenhinweise führten auf ihre Spur, teilte die Polizei mit.
Die wegen Diebstahls und Raubs inhaftierten Männer waren um 8.20 Uhr durch ein Fenster im zweiten Obergeschoss gesprungen. Dabei verletzten sie sich an einem Stacheldraht. Sie wurden am Abend ärztlich behandelt und anschließend in ein anderes Gefängnis verlegt.
Mit Suchhunden und einem Hubschrauber hatte die Polizei nach den Untersuchungshäftlingen gefahndet. Autofahrer in der Region wurden davor gewarnt, Anhalter mitzunehmen.
Die Justizvollzugsanstalt (JVA) Rottweil mit rund 30 Häftlingen ist eine der ältesten im Land; vor 151 Jahren wurde sie errichtet. Seit langem wird über den Bau eines neuen Großgefängnisses für rund 500 Häftlinge diskutiert.
"Generell ist ein nach modernen Konzepten gebautes Gefängnis natürlich ausbruchssicherer", sagte der JVA-Leiter Matthias Nagel. Auch die Lage des Altbaus mitten in der Stadt sei "problematischer als ein Standort außerhalb". Nach Angaben des Justizministeriums soll nun untersucht werden, wie und warum der Ausbruch möglich war und ob Konsequenzen daraus zu ziehen sind.
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Die frühere schwarz-gelbe Landesregierung hatte den Standort "Bitzwäldle" in Rottweil für einen Neubau fest im Blick. Doch weil es dort massive Bürgerproteste gab, starteten Grüne und SPD nach dem Regierungswechsel die Suche nach einem Standort neu.
Autor: dpa



