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26. Februar 2011 15:27 Uhr
Wissenschaft sauer auf Guttenberg – Demo in Berlin
Jura-Professor nennt Guttenberg einen Betrüger
Verteidigungsminister Guttenberg sagt, er habe in seiner Doktorarbeit nicht vorsätzlich Fehler begangen. Experten bezweifeln das, die Wissenschaft ist aufgebracht. Der Nachfolger seines Doktorvaters nennt ihn einen Betrüger.
Die Wissenschaft ist wütend über Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und seine Plagiatsaffäre.Immer mehr Forscher verurteilen das Kopieren fremder Texte ohne Hinweis in Guttenbergs Doktorarbeit. Dabei gehen einige von Vorsatz aus. Die SPD legte Guttenberg erneut den Rücktritt nahe. Aus der Union kommt Unterstützung – aber auch Zweifel.
Der Nachfolger von Guttenbergs Doktorvater, Oliver Lepsius, legte mit scharfer Kritik nach. "Der Minister leidet unter Realitätsverlust", sagte der Bayreuther Juraprofessor der "Süddeutschen Zeitung". "Wir sind einem Betrüger aufgesessen. Es ist eine Dreistigkeit ohnegleichen, wie er honorige Personen der Universität hintergangen hat." Guttenberg habe "planmäßig und systematisch" wissenschaftliche Quellen zum Plagiat zusammengetragen und behaupte nicht zu wissen, was er tue. Lepsius ist Nachfolger von Guttenbergs Doktorvater Peter Häberle.
Mehrere hundert Demonstranten protestierten nach Polizeiangaben in Berlin dagegen, dass Guttenberg Teile seiner Doktorarbeit einfach kopiert und deshalb nur seinen Doktortitel verloren hatte. Als sichtbaren Protest hängten sie Schuhe an den Zaun des Verteidigungsministeriums. Im Internet hatten sie zu der Aktion unter dem Motto "Wir zeigen dem Lügenbaron den Schuh" aufgerufen – eine Anspielung auf die fehlenden Fußnoten in der Doktorarbeit und zugleich im Islam ein Symbol der Schmähung.
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Der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Matthias Kleiner, warnte vor einer Verharmlosung. "Wissenschaftler teilen ihre Ideen und Erkenntnisse, sie führen sie gemeinsam weiter, aber sie entwenden sie nicht", sagte er dem Berliner "Tagesspiegel". Der frühere DFG-Präsident Ernst-Ludwig Winnacker sieht Guttenberg wissenschaftlich "für immer am Pranger", wie er dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" sagte.
Der Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Jörg Hacker, warf Guttenberg eine schlechte Vorbildrolle vor. "Wissenschaftliche Standards sind ernst zu nehmen und müssen schon früh in jeder wissenschaftlichen Laufbahn – unabhängig von der Fachdisziplin – garantiert werden", sagte der Biologe der Deutschen Presse-Agentur.
Mehrere Juristen gehen davon aus, dass Guttenberg mit Vorsatz gehandelt hat. "Ich würde einem Kandidaten nicht glauben, der in so einem Fall behauptet, dass es bloße Fahrlässigkeit war", sagte der Kölner Strafrechtsprofessor Thomas Weigend dem "Spiegel". Der auf Streitfälle bei Examensarbeiten spezialisierte Rechtsanwalt Michael Hofferbert erklärte: "Kein Richter wird einem Kandidaten glauben, der über hundert Seiten seiner Doktorarbeit abschreibt und hinterher behauptet, er habe dies versehentlich getan."
Auch aus dem Ausland kommt Kritik. Der Moskauer Politologe Wladislaw Below glaubt, dass die Affäre dem Ruf Deutschlands als Wissenschaftsstandort einen "riesigen Schaden" zugefügt hat. "Wenn Guttenberg zurücktreten würde, könnte er damit einen echten Beitrag zur Rettung der deutschen politischen Kultur leisten", sagte der Deutschland-Experte der dpa.
SPD-Chef Sigmar Gabriel legte Guttenberg erneut einen Rücktritt nahe. "Würde er zurücktreten, könnte er in einigen Jahren seine Karriere fortsetzen. So bleibt er für immer beschädigt", sagte er der "Bild am Sonntag". Linksfraktionsvize Dietmar Bartsch sagte: "Guttenbergs Verteidigungsstrategie bricht zusammen."
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) hat angesichts zunehmender Vorwürfe Zweifel am politischen Überleben Guttenbergs. "Ich weiß nicht, wie lange er das erträgt und aushalten kann", sagte er dem "Tagesspiegel". "Ich halte das Verhalten des Doktoranden zu Guttenberg weder für legitim noch für ehrenhaft."
Rückhalt bekam der Verteidigungsminister von Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU). "Er ist ein ausgezeichneter Verteidigungsminister", sagte er der "Welt am Sonntag". Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte dem Magazin "Focus", Guttenberg habe "noch eine lange, große Laufbahn" vor sich".
Guttenberg hatte "gravierende Fehler" in seiner Dissertation eingeräumt, vorsätzliches Handeln aber bestritten. Die Universität Bayreuth erkannte seinen Doktortitel ab und prüft derzeit, ob er mit Vorsatz handelte. Die "Süddeutsche Zeitung" schrieb, die Täuschungsprüfung könne bis zu zwei Wochen dauern.
Autor: dpa
52 Kommentare
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Gelöschter Nutzer #782481
Registriert seit: 08.08.2009
Kommentare: 1605
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26. Februar 2011 - 17:16 Uhr
Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte dem Magazin "Focus", Guttenberg habe "noch eine lange, große Laufbahn" vor sich".
Als legitimer Nachfolger von Horst Kujau? Oder fleischgewordener Felix Krull (Horst Buchholz fand ich besser)?
Ich kann zwar auf keine nennenswerte politische "Karriere" zurückblicken, aber im Arbeitsleben habe ich sicherlich schon deutlich mehr wie Herr von und zu Guttenberg geleistet. Wäre ich somit nicht viel eher für den Posten des Wirtschafts-/Verteidigungsministers geeignet?
Gesundheits-, Aussen- oder Familienminister wäre auch nicht schlecht...denn schlechter als die gegenwärtigen Pfeiffen wäre ich sicherlich auch nicht. ;-) -
Manfred Wangler
Registriert seit: 04.07.2009
Kommentare: 1146
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26. Februar 2011 - 17:55 Uhr
Bei solchen Aussagen kann man nur den Kopf schütteln, Schäuble leidet offenar auch unter Realitätsverlust. Guttenberg wird es nicht mehr lange machen. Der Mann ist unten durch, moralisch und politisch. Weg damit.
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Albert Kniebel
Registriert seit: 31.01.2010
Kommentare: 438
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26. Februar 2011 - 18:55 Uhr
nur zur Ergänzung: ein dreister, in hohem Maß dummer Betrüger!
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Gelöschter Nutzer #793088
Registriert seit: 16.11.2009
Kommentare: 562
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26. Februar 2011 - 19:00 Uhr
Es ist bei dem Thema so schon ziemlich verrückt.
Ich habe mich vor zwei Tagen dazu hinreissen lassen in einem Forum von Anhängern sachlich darzulegen warum ich für seinen Rücktritt bin.
Es war frappierend welche Reaktionen ich darauf erhielt. In über hundert Kommentaren war nur eine einzige "sachliche" Reaktion auf meine Sichtweise enthalten ("Er hat sich doch seinen Fehler zugegeben und sich entschuldigt")
Ansonsten wurde ich mit wüsten Beschimpfungen überzugen. Als Dreckschleuder, umstürzlerisches Element oder gekaufter Meinungsmacher wurde ich bezeichnet.
Nicht mal meine Schilderung, dass ich Guttenberg mal gut und zukunftsweisend fand wurde mir geglaubt. Die wollten sich nicht mal vorstellen können dass jemand entäuscht wurde von der Art wie der Verteidigungsminister mit dieser Angelegenheit umspringt.
Heute morgen habe ich meinen Kommentar schlussendlich gelöscht weil ich sonst immer wütender geworden wäre.
Aber ich habe kapiert dass ich mich in diesem Fall keinesfalls mehr mit Menschen auseinandersetzen werde, die sich nicht mal mehr die Mühe machen auf sachliche Argumente einzugehen obwohl mir an einer respektvollen Diskussionskultur gelegen ist. -
Ammar Ulabi™
Registriert seit: 08.05.2009
Kommentare: 4019
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26. Februar 2011 - 19:27 Uhr
Schade, dass sich "dieser Fall" nicht eignet für "Nepper, Schlepper, Bauernfänger" oder noch besser "Aktenzeichen XY ungelöst". Aber der Gedanke daran gefällt mir trotzdem, vor allem, weil ein gewisser Silvio aus bella Italia ja auch (endlich) vor den Kadi muss.
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Nikolaj Blasi
Registriert seit: 01.04.2010
Kommentare: 203
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26. Februar 2011 - 19:31 Uhr
falls dieser affront gegen die wissenschaftliche redlichkeit und die tugenden weiter "einfach so" weggewischt wird, ist unsere wissenschaftliche kultur und glaubwürdigkeit irreparabel beschädigt!
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Gelöschter Nutzer #775412
Registriert seit: 07.06.2009
Kommentare: 410
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26. Februar 2011 - 19:34 Uhr
Hier das Video mit Lepsius vom BR:
http://www.youtube.com/watch?v=6cDZuQBtpVA -
Oliver Rosenstock
Registriert seit: 01.11.2009
Kommentare: 1763
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26. Februar 2011 - 20:06 Uhr
Danke, Herr Müller, für den Link zum Video.
Ich musste darüber schmunzeln, dass Lepsius an der Einschätzung eines Psychologen über soviel Wirklichkeitsverdrängung interessiert wäre.
So klar für mich ist, dass Hr. G. wegen der wiederholten und noch andauernden Lüge über seinen vorsätzlichen Betrug zurücktreten muss, so leid tut er mir auch. Die Fallhöhe ist beachtlich und die Ernüchterung muss schmerzhaft für Ihn sein. Mir ist sein ungeschicktes Agieren ein Rätsel. -
Ammar Ulabi™
Registriert seit: 08.05.2009
Kommentare: 4019
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26. Februar 2011 - 20:19 Uhr
@ Oliver Rosenstock
" Mir ist sein ungeschicktes Agieren ein Rätsel. "
Mir nicht so sehr, denn er dürfte fürs Durchhalten zwar Vorbilder und Stangenhalter zu Hauf haben, jedoch nur mäßige "Berater" zum richtigen Umgang mit seiner "Lage".
Selbst die oberste "Beraterin" im Hosenanzug hatte ja nur Lapidares zur Unterstützung für ihn übrig, obwohl sie selbst eine promovierte Wissenschaftlerin und wiederum selbst mit einem noch höher renommierten Wissenschaftler verheiratet ist. Wie tiefgründig mag sich das Ehepaar Merkel/Sauer wohl privat und unter sich rein über diesen Wissenschaftsbetrug unterhalten haben ? Wir werden es wohl nie erfahren. -
Oliver Rosenstock
Registriert seit: 01.11.2009
Kommentare: 1763
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26. Februar 2011 - 21:02 Uhr
Herr Ulabi,
das durchhalten wollen kann ich nachvollziehen, doch das Festhalten an der Unschuldsbehauptung ist unbegreiflich, weswegen ihm nun Realitätsverlust vorgeworfen wird.
Hätte er sich noch bei der Aussprache im Bundestag, was schon sehr spät gewesen wäre, hingestellt und sein Handeln versucht zu erklären und sein Bedauern glaubwürdig vermittelt, wäre es für mich okay gewesen.
Ich hätte immer noch gedacht, dass er mir unsympathisch ist und auch kein guter Minister, doch es wäre -nach meinem Dafürhalten- auch ohne Rücktritt gegangen. Doch er lügt rotzfrech weiter, weswegen er auch weg muss. Die politische Selbsthygiene darf nicht außer Kraft gesetzt werden.
Er soll sich ja auch rehabilitieren dürfen und mit 39 Jahren kann er dann noch alles werden, bis hin zu... (wollen wir es nicht hoffen). -
Fritz Meier
Registriert seit: 16.10.2009
Kommentare: 113
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26. Februar 2011 - 21:14 Uhr
Der Mensch ist eine Zumutung für die Gesellschaft. Kein Vorbild! Wir brauchen keinen Mini-Berlusconi in Deutschland. Aber genau das ist er: Selbstverliebt und ohne Moral.
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Erich Senn
Registriert seit: 17.08.2009
Kommentare: 1337
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26. Februar 2011 - 21:31 Uhr
Ich denke nicht, dass er die kommende Woche als Minister überstehen wird.
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Ammar Ulabi™
Registriert seit: 08.05.2009
Kommentare: 4019
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26. Februar 2011 - 21:50 Uhr
@ Oliver Rosenstock
Was K.T.'s Lug und Betrug angeht, hier meine Unterschrift unter Ihren Vorkommentar.
Bei einem neuerlichen Privatgespräch über diesen Fall kam mir allerdings auch Folgendes zu denken auf:
Angesichts der derzeit noch geltenden Nachrichtenlage will die Uni Bayreuth keine eingehende Prüfung weiter vornehmen (lassen), was wohl eine Art Schadensbegrenzung darstellt. Das wiederum veranläßt mich als Teil der Öffentlichkeit laut nachzudenken:
- Würde die Uni damit ihren "Musterstudenten" indirekt gar politisch so sehr weiter unter Druck setzen, dass dieser definitv zurückzutreten hätte ? Dann nämlich würde sie zum Schutze des Ansehens von wissenschaftlichen Arbeiten nachhaltig politisch werden, was sie wohl auf gar keinen Fall werden will.
- Eine eingehende Prüfung müsste zwangsläufig juristische Konsequenzen nach sich ziehen. Folge: siehe Vorpunkt
- Eine eingehende Prüfung beschädigte umso mehr K.T.'s Doktorvater; dies kann sie sich ebenso nicht leisten und will es wohl auch keinesfalls verantworten
- Das Ansehen der Uni insgesamt würde bei eingehender Prüfung mit juristischen Konsequenzen so richtig schön mitbeschädigt sein, mit der Konsequenz, dass bei ihr Lehrstuhlbekleider, Dozenten, Wissenschaftler und Studierende über Jahre hinaus "abgewertet" werden würden
- Wurde von einer eingehenden Prüfung evtl. deshalb abgesehen, weil es (künftig) entsprechende inoffizielle Zuwendungen oder Sonderaufmerksamkeiten gibt, für Uni oder einige ihrer "Wichtigen" ?
- Würde eine eingehende und obwohl zurecht zu erfolgenden Prüfung als Konsequenz den einen oder anderen Kopf bei der Uni zum Rollen bringen ?
Mein laut gedachtes Fazit dazu:
Die Uni Bayreuth macht sich m.E. mit ihrer Entscheidung der "unterlassenen Hintergrundsergründung" schuldig, was mir geschmacklich wie eine vorsätzliche Kleinhaltung bzw. Vertuschung vorkommt.
Falls jmd. zu diesen Gedanken etwas Besseres weiß, so lasse er mich dies gerne wissen. Danke im voraus. -
Oliver Rosenstock
Registriert seit: 01.11.2009
Kommentare: 1763
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26. Februar 2011 - 22:15 Uhr
Herr Ulabi,
mir sind beim Satz: "die Frage eines möglichen Täuschungsvorsatzes konnte die Kommission letztlich dahinstehen lassen" ähnliche Gedanken durch den Kopf gegangen, wie die von Ihnen geschriebenen.
Umso mehr habe ich mich dann gefreut, als doch noch die Nachricht aufkam, dass die Uni den Täuschungsvorsatz prüfen wolle, so jedenfalls vor zwei Tagen einhellig Focus, Welt u.a.
Doktorvater und Uni stehen auf alle Fälle in einem eigenwilligen Licht dar. Dies auch weil es allgemeinhin anerkannt ist, dass es zweierlei Arten von Promotionen gibt - solche die das akademische und solche die das berufliche Vorankommen fördern sollen.
Bei externen Doktoranden handelt es sich naturgemäß um zweiteres. Solche Promotionen, gegen die nichts prinzipiell einzuwenden ist, erfolgen nebenberuflich, weswegen gewisse Abstriche gemacht werden müssen. Solche Promotionen können folglich qua Definition kein summa cum laude erlangen, doch von einem summa cum fraude konne niemand ausgehen.
Ich unterstelle mal, dass ein jüngerer Hochschullehrer versierter mit sog. Plagiatssoftware umgeht als der Emeritus Häberle, der zum Zeitpunkt der Korrektur ja auch schon etwas betagter war - 72 Jahre, wenn ich nicht irre.
Es ist aber sicher zutreffend anzunehmen, dass die Uni versucht nicht das Zünglein an der Waage sein zu müssen.
Das steht auch im Einklang mit dem was man von Münster gehört hat. Es wurde auch von einem dortigen Doktoranden übernommen, dem das aufgefallen ist und der deswegen seinen Doktorvater konsultierte. Dieser verwies auf die politischen Konsequenzen und riet zu Zurückhaltung. Man muss wissen, dass Münster schwarz wie die Nacht ist. -
Egon Mayer
Registriert seit: 30.06.2010
Kommentare: 1485
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26. Februar 2011 - 22:34 Uhr
@Ammar Ulabi
Ihre Überlegungen kamen mir schon an dem Tag, als die Uni Bayreuth verkündet hat, dass es keine Prüfung auf Täuschung geben werde. Damals kam ich zu dem Schluß, dass das Schreiben von KT an die Uni mit der Bitte um Aberkennung ein extrem geschickter Schachzug war mit dem Versuch, für alle Beteiligten einen Rest Gesicht zu wahren, ohne zu tief in den Morast von Korruption und Unmoral an der Uni Bayreuth eindringen zu müssen.
Jetzt schreibt die BZ:
"Die Universität Bayreuth erkannte seinen Doktortitel ab und prüft derzeit, ob er mit Vorsatz handelte. Die "Süddeutsche Zeitung" schrieb, die Täuschungsprüfung könne bis zu zwei Wochen dauern."
Na, da bin ich ja mal gespannt, was dabei rauskommt. Zufällig war ich am Freitag auf der didacta in Stuttgart und habe mich u.a. mit dem Mitarbeiter eine Unternehmens unterhalten, welches Plagiat-Erkennungs-Dienstleistung anbietet. Eine entsprechende Software müsste auf jeden Fall den Nachweis über KTs Absichten liefern.
(Nebenbei: Wußten Sie, dass laut einer Studie aus 2005 nur 40% aller Schüler bei ihren Hausarbeiten nicht schummeln? Inzwischen, nach nach größerer Verbreitung des Internet, dürften es noch weniger sein...) -
Ammar Ulabi™
Registriert seit: 08.05.2009
Kommentare: 4019
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26. Februar 2011 - 23:02 Uhr
@ die Herren Rosenstock und Mayer
Vielen Dank für Ihr Feedback. Ich bin sehr erleichtert, dass die meine zuvor dargelegten Gedanken nicht nur in mir kreisten. Und ich habe mir es auch nicht leicht gemacht, ein solches Gedankengut - bei aller übervorsichtigen Ausformulierung - hier in der Öffentlichkeit überhaupt anzubringen.
Denn ich erkannte vor allem an den bisherigen politischen wie gesellschaftlichen Reaktionen auf den Fall des "Doktors der Reserve" eines nicht: Eine Co-Fokussierung der Kritik in gleicher Lautstärke auf evtl. "Machenschaften" (Mauscheleien) bei der Uni selbst.
Aber nun scheint es mir wohl aus dem "akademischen" Hintergrund heraus - wo zur Problematik bislang allenfalls abseits der Öffentlichkeit einiges kursierte - mächtig zu brodeln zu beginnen.
Weil nämlich jetzt der Nachfolger von Guttenbergs Doktorvater sich so deutlich gegen K.T. äußerte, könnte es ein Indiz dafür sein, dass die Gesamtheit der Uni-Wissenschaftler und Gelehrten (nicht die verwalterischen Offiziellen) sich wohl ihrer Mit-Beschädigung immer mehr bewußt werden und nun durch Herrn Lepsius wortergreifend eine Art "Flucht nach vorn" antreten. Das ZDF-Heute Journal heute Abend bezeichnet diese akademische Entrüstung sogar als "Wutwelle".
PS: Aufgrund der neuerlichen Meldungen "aktualisiere" ich hiermit die zuvor von mir noch so bezeichnete "derzeit geltende Nachrichtenlage" entsprechend. -
Oliver Rosenstock
Registriert seit: 01.11.2009
Kommentare: 1763
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27. Februar 2011 - 09:07 Uhr
Guttenberg ist unbelehrbar. Seit Wochen wird seine Nähe zur Bild beanstandet, was seinen Höhepunkt in dem Vorwurf fand, er würde sich mit der exklusiv bei Bild zu schaltenden Bundeswehrkampagne bei eben dieser Zeitung bedanken und nun gibt er ihr am Samstag noch eine Art Homestory.
"Am Samstag spreche ich mit zu Guttenberg, der daheim im Kreise seiner Familie sitzt." : http://www.bild.de/BILD/politik/2011/02/27/guttenberg-verteidigungsminister-doktor-affaere/plagiats-vorwuerfe-wissenschaft-und-opposition-unter-druck-schwerste-schlacht.html
Dem Menschen fehlt das notwendige Gespühr für das richtige Maß an Nähe bzw. Distanz zum Boulevard. -
Ammar Ulabi™
Registriert seit: 08.05.2009
Kommentare: 4019
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27. Februar 2011 - 10:19 Uhr
Früher galt:
Ich HAB die Story, ihr das Blatt
macht beide 1 x richtig satt.
Heute dagegen:
ich BIN die Story, ihr DAS Blatt,
und beide ständig nimmersatt.
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Friedrich Hans
Registriert seit: 21.10.2010
Kommentare: 232
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27. Februar 2011 - 10:46 Uhr
@BZ
"Die Wissenschaft ist wütend über Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg"
Aber genau die verantwortlichen dieser Wissenschaft waren es doch die Guttenberg geprüft haben. -
Ammar Ulabi™
Registriert seit: 08.05.2009
Kommentare: 4019
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27. Februar 2011 - 11:17 Uhr
Habe was Interessantes (oder auch "Lustiges" ?) soeben entdeckt (Stand 27.2.2011, 11.30 Uhr):
Der vorbezeichnete Artikel datiert am 26.2.2011 um 15.27 Uhr, Quelle = dpa
Es gibt im aktuellen BZ-Nachrichtenticker einen zeitlich "neuen": 27.2.2011 um 10.19 Uhr, Quelle = dpa , aber ausweislich 1 Tag später, genau genommen gut 19 Std. später:
http://www.badische-zeitung.de/dpa-news/wissenschaft-sauer-auf-guttenberg-demo-in-berlin
.
Vergleicht man beide Meldungen miteinander, dann stellt man fest:
Inhaltlich wie wörtlich sind beide tupfengleich bis auf folgende "klitze"kleine Unterschiede:
- 26.2. Zusätzlich 1 Aufgriff aus der Meldung als Hauptüberschrift im Head eingefügt
- 26.2. Anführungszeichen im dt. "Gänsefüßchen"-Format, 27.2. in frz. Guillemets
- 26.2. Garnitur mit Absatzüberschriften aus dem Inhalt der Meldung, 27.2. ohne solche
- 27.2. Meldungstext (Body) beginnt mit "Berlin (dpa)", 26.2. nicht
- 27.2. verweist zweimal mit zusätzlich "(Samstag)" bzw. "(Sonntag)" auf Ausgaben des Tagesspiegels bzw. der Süddeutschen, 26.2. nennt jeweils nur 'Tagesspiegel' bzw. 'Süddeutsche'
Falls die BZ uns die Meldung vom 27.2. vorsätzlich als "neue" vorlegen wollte, dann sollten die verantwortlichen Mitarbeiter umgehend ihre Presseausweise zurückgeben. ;-)))))))))))
[Bei letzterem ggfs. nur mitschmunzeln, liebe BZ] -
Jürgen Arnemann
Registriert seit: 05.11.2009
Kommentare: 335
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27. Februar 2011 - 12:19 Uhr
zu Guttenberg hat das gemacht, was ca. 80% aller Doktoranden machen, sie
googeln sich die Arbeit zusammen, was schon recht fleißig ist.
Aber dann muss er sich auch die Mühe machen und alle Textstellen angeben,
ohne auch nur eine zu übersehen.
So wären die Kritiker in ihren Löchern geblieben und die Moralkeulen im Schrank.
Nun muss er zusehen, wie er das überstehen wird.
Ich wäre sofort zurückgetreten und dann später wieder auf die politische
Bühne zurück gekehrt, so wie das andere auch erfolgreich machten. -
Karlheinz Breuer
Registriert seit: 14.05.2010
Kommentare: 531
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27. Februar 2011 - 12:56 Uhr
Auch mir war die Person von Guttenberg nicht nur sympatisch, nein, vielmehr glaubte auch ich, es wachse mit Herrn von Guttenberg eine politische Persönlichkeit heran, die an unsere großen Politiker der Vergangenheit erinnern lassen. Auch ich war meinen Gedanken erlegen, er trage dies Gen in sich, das einen großen Mann in der Politik ausmacht. Wie z.B. Adenauer, Schmidt, Brand........
Auch ich war dem Trugschluß verfallen, er könnte der nächste Kanzler sein.
Mein Rat wäre, er würde, bevor er noch jegliche Achtung, Wertschätzung und den Rest von verbliebenem Respekt in der Bevölkerung verliert und dies meine ich, wäre er seiner Herkunft und Tradition seiner Vorfahren schuldig,
sein Amt auf zu geben - von allen politischen Ämtern zurück zu treten.
Seine Fähigkeiten legitimieren in sicher, ohne Probleme in der Privatwirtschaft Fuß zu fassen. Wo braucht man schon den Doktortitel, aber Vertrauen braucht man, um einigermaßen ungestört mit seinen Mitmenschen leben zu können.
So halbherzig entschuldigt haben Sie sich Herr Guttenberg. Tun Sie es so, dass man es Ihnen abnimmt und glaubt. Das könnte Ihnen noch einen guten Abgang bescheren. -
Thomas Bender
Registriert seit: 04.02.2010
Kommentare: 2548
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27. Februar 2011 - 13:32 Uhr
Ich möchte an dieser Stelle noch auf das Phänomen der Kognitiven Dissonanz hinweisen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive_Dissonanz
Das Verhalten von Hrn. zu Guttenberg nimmt doch mittlerweile bereits pathologische Züge an. Siehe dazu auch das Interview mit Prof. Dr. Oliver Lepsius von der Uni Bayreuth:
http://www.youtube.com/watch?v=8Yfwvd5ZD1Q -
Ammar Ulabi™
Registriert seit: 08.05.2009
Kommentare: 4019
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27. Februar 2011 - 14:10 Uhr
@ Thomas Bender
Danke für Ihren Hinweis.
"Kognitiv" setzt aber auch Denkvermögen voraus. So gesehen, vermag man bei der CDU/CSU - bis auf ganz wenige, zaghafte, schwammweiche und kaum wahrnehmbare Furzansätze - derzeit keinerlei Denkvermögen erkennen. -
Gelöschter Nutzer #798254
Registriert seit: 10.01.2011
Kommentare: 20
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27. Februar 2011 - 14:44 Uhr
@Ammar Ulabi: das ist ja auch ein dpa-artikel und wurde von der bz rechts oben ja auch so unter autor entsprechend angegeben!
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Ammar Ulabi™
Registriert seit: 08.05.2009
Kommentare: 4019
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27. Februar 2011 - 14:52 Uhr
@ Frank Müller
Eben drum, Herr Müller, falls Sie sich auf meinen Beitrag von heute 11.17 Uhr beziehen (nachbearbeitet bis 11.30 Uhr). Beide aufeinander bezogenen Meldungen sind dpa-Agenturmeldungen mit unterschiedlichen, zeitlichen Abfassungsangaben, ich erwähnte es gesondert als jeweilige miteinander übereinstimmende Quelle. -
Gelöschter Nutzer #775412
Registriert seit: 07.06.2009
Kommentare: 410
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27. Februar 2011 - 17:51 Uhr
Wer sich gefragt hat, woher denn diese unbedingte Unterstützung von BILD für Guttenberg kommt:
http://kress.de/kresskoepfe/kopf/profil/15266-karl-ludwig-von-guttenberg.html
Diese Familie macht mir langsam Angst. -
Gelöschter Nutzer #782481
Registriert seit: 08.08.2009
Kommentare: 1605
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27. Februar 2011 - 19:30 Uhr
Neues Werbeplakat der CDU:
"Für Anstand und Moral in Deutschland - CDU"
(im Hintergund fett grinsend Merkel und Guttenberg) -
Mark Kalewski
Registriert seit: 16.10.2010
Kommentare: 1233
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27. Februar 2011 - 21:17 Uhr
http://www.sueddeutsche.de/karriere/peter-haeberle-guttenbergs-verzweifelter-doktorvater-1.1065414
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Georg Nenner
Registriert seit: 22.02.2011
Kommentare: 49
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27. Februar 2011 - 22:05 Uhr
und ein großer Menschenfreund:
Das ist im übrigen die grösste Sauerei. Einen integren Menschen, der seinen Studierenden so viel Vertrauen gibt auf diese Art & Weise zu verarschen.. -
Nikolaj Blasi
Registriert seit: 01.04.2010
Kommentare: 203
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27. Februar 2011 - 22:58 Uhr
und hier die seite zur unterzeichnung:
http://offenerbrief.posterous.com/pages/unterzeichnerinnen-unterzeichner -
Rainer Wolf
Registriert seit: 15.04.2010
Kommentare: 364
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28. Februar 2011 - 07:36 Uhr
Es gehört sich nicht, dass dieser Blender (und das ist noch ein sehr höflicher Ausdruck) zurück tritt, er gehört vielmehr umgehend entlassen! Doch der Erfolg dieser Typen liegt ja leider darin, dass sie sich beim Publikum immer wieder dieser ungeheuren Beliebtheit erfreuen. Man muss sich einfach schämen für ein Land, in dem man noch nicht einmal in der Lage ist, dieses korrupte Ges... einfach abzuwählen (und das täte noch nicht einmal weh)!
Umso mehr haben die Menschen in Nordafrika unseren Respekt verdient, die sich in diesen Wochen ihrer Despoten unter Einsatz ihres Lebens entledigen! -
Gelöschter Nutzer #782481
Registriert seit: 08.08.2009
Kommentare: 1605
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28. Februar 2011 - 11:09 Uhr
Das neue Wahlplakat der CDU:
http://img190.imageshack.us/i/cduv.jpg/ -
Rainer Wolf
Registriert seit: 15.04.2010
Kommentare: 364
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28. Februar 2011 - 11:22 Uhr
@Frank Ebert:
... und gleich noch Herrn Stefan Mappus (Zitat in der WamS: "Er [gemeint ist der Lügenbaron] ist ein ausgezeichneter Verteidigungsminister") dazu! Traurig ist nur, viele Wähler hier im Ländle sind so abgrundtief dumm, dass das dann wirklich noch als positive Werbung für die CDU durchgeht! -
Albert Kniebel
Registriert seit: 31.01.2010
Kommentare: 438
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28. Februar 2011 - 11:48 Uhr
Ich finde Guttenberg soll Justizminister werden ;-)
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Mark Kalewski
Registriert seit: 16.10.2010
Kommentare: 1233
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28. Februar 2011 - 12:43 Uhr
Gschmäckle: "Während der Arbeit an seiner Promotion betätigte sich Guttenberg an der Universität auch als Sponsor. Zwischen 1999 und 2006 seien für einen neuen Lehrstuhl an der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät knapp 750000 Euro überwiesen worden" (vom Klinikbetreiber Rhön Kliniken. An dem hielt Familie Guttenberg Aktien, weshalb KTvG von 1996 bis 2002 im Aufsichtsrat saß; http://www.ftd.de/politik/deutschland/:copygate-affaere-guttenberg-setzte-auf-csu-nahen-zweitgutachter/60016964.html)
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Gelöschter Nutzer #793088
Registriert seit: 16.11.2009
Kommentare: 562
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28. Februar 2011 - 13:14 Uhr
Der Ghostwriter ist enttarnt:
"Aus zuverlässiger Quelle im persönlichen Umfeld des Ministers verlautete, die Familie habe beschlossen, im Interesse des Freiherrn im äußersten Notfall einzuräumen, dass die Doktorarbeit von Karl-Gustav Wilhelm Enno von und zu Guttenberg verfasst wurde. Karl-Gustav Wilhelm Enno von und zu Guttenberg verstarb zwar bereits im Jahr 1412, geistert aber immer noch jede Nacht durch Schloss Guttenberg. Gegen den hartnäckigen Widerstand des Ministers habe das Schlossgespenst die Doktorarbeit verfasst und persönlich, ohne Wissen des Ministers, bei der Universität Bayreuth eingereicht."
Quelle: Die Bibel
(http://www.stern.de/politik/deutschland/berlin-vertraulich-zur-guttenberg-affaere-dr-no-und-ein-toter-ghostwriter-1658556.html#layer_send_article1) -
Mark Kalewski
Registriert seit: 16.10.2010
Kommentare: 1233
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28. Februar 2011 - 13:52 Uhr
Nicht bloß der Papst,sogar ein leibhaftiger Scheinheiliger besucht das Ländle! Unser CDU-Wissenschaftsminister (!!!) Frankenberg setzt sich für KTG als Zugpferdle im Wahlkampf ein: "Ich kann nicht erkennen, warum Minister zu Guttenberg keine Wahlkampftermine in Baden-Württemberg wahrnehmen sollte." (http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2830349_0_5699_-plagiatsvorwuerfe-schick-stellt-sich-hinter-guttenberg.html). Na, da bin ich gespannt. Soll ruhig kommen. Dann hol ich mir nochn Autogramm, bevor... ;-)
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Ammar Ulabi™
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28. Februar 2011 - 14:51 Uhr
@Mark Kalewski
Genau, Herr Kalewski, sie gaben mir das Stichwort zur umfassenden und absoluten Rehabilitation von K.T. So könnte es nämlich funktionieren:
K.T. tritt zunächst von ALLEN seinen Ämtern und Titeln zurück als Martyrium. Dann taucht er ab - ggfs. in Afghanistan.
Inzwischen leitet die "Ordensgemeinschaft" BILD den "Kanonisationsakt" ein, indem sie als "Actor" fungiert, holt beim Apostolischen Stuhl die erforderliche Unbedenklichkeitserklärung ein und beauftragt Angela Merkel als "Postulatorin".
Deren (von vorn herein) feststehendes Resultat legt sie sodann der "Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse" entsprechend vor. In letzter Instanz tritt dann Bundespräsident Christian Wulff als "Promotor Justitiae" auf und die CDU/CSU-Fraktion stellt dazu das Gremium der hierbei mitbeurteilenden Theologen und Historiker. Da das ganze Verfahren einem Eil- und Dringlichkeitsantrag unterliegt, wird die Seligsprechung einfach übersprungen. Papst Ratzi-Benedetto XVI wird sodann im September 2011 den K.T. kanonisieren, also heiligsprechen und ihm zusätzlich die Würde eines "Doktor des Himmels" erteilen. -
Mark Kalewski
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28. Februar 2011 - 15:27 Uhr
"CDU fürchtet Wahlschlappe im Ländle [...] Selbst wenn sich 80 Prozent der baden-württembergischen Wähler ihre Sympathie für Guttenberg bis zum Wahltag bewahrten, könnten der Union 20 Prozent 'von der Fahne gehen', vor allem Stammwähler aus dem bürgerlichen, akademischen Lager. Und selbst [wenn] viele der Fahnenflüchtigen dann FDP wählten, so würden doch auch einige für die SPD votieren." (http://www.stern.de/politik/deutschland/plagiatsaffaere-guttenberg-cdu-fuerchtet-wahlschlappe-im-laendle-1657197.html)
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Mark Kalewski
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28. Februar 2011 - 15:42 Uhr
@Ammar Ulabi: Sehr GUTT, so machen wir das! :-)) Apropos Abtauchen in Afghanistan: als seine persönliche Leibgarde dort fungiert dann die JU Horb (Apostel Stächele hat sie neulich schon vorbereitet: "Ihr seid meine Taliban"). Ich sehe schon die Offenbarung in der Bild: "Wir sind Copy&Paste, äh Gutti!" Doktor des Himmels ist genial. Die kath. Unis sind die Rettung! So kommt KT doch noch zu seinem Dr. jur., jetzt halt dem Dr. jur. can. h.z.c. (hamma zamm claute)
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Ammar Ulabi™
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Kommentare: 4019
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28. Februar 2011 - 16:36 Uhr
@Mark Kalewski
Als "Doktor des Himmels" kann er dann sogar weiterklauen: Nämlich Äpfel !!
:-)))))) -
C.H. Schäfer
Registriert seit: 05.08.2009
Kommentare: 189
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28. Februar 2011 - 17:37 Uhr
Herr zu Guttenberg,wann stehen sie endlich zu ihrem Betrug und treten
zurück?
http://www.tagesspiegel.de/politik/guttenbergs-doktorvater-erklaert-sich-zu-guttenbergs-doktorarbeit/3892590.html -
Friedrich Hans
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Kommentare: 232
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28. Februar 2011 - 17:50 Uhr
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,748031,00.html
Zum niederknien!!!!!!!!!! -
Ged Edel
Registriert seit: 11.01.2011
Kommentare: 16
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28. Februar 2011 - 18:06 Uhr
Ich empfehle Ihnen / Euch sehr, beim 'Der Tagesspiegel' vom 28. Februar 2011, die Kolummne "Viele krumme Dinger" von Harald Martenstein, aufzurufen.
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Mirko Jäger
Registriert seit: 24.01.2011
Kommentare: 869
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28. Februar 2011 - 18:10 Uhr
Guttenbergs sog. "Prädikatsexamen" ist auch nur ein Witz. Oder eine Lüge:
http://www.tagesspiegel.de/politik/csu-naher-professor-genehmigte-guttenberg-promotion-ausnahmsweise/3891682.html -
Thomas Bender
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Kommentare: 2548
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28. Februar 2011 - 18:29 Uhr
Passt wohl auch zum Thema:
http://de.wikipedia.org/wiki/Peter-Prinzip -
Oliver Rosenstock
Registriert seit: 01.11.2009
Kommentare: 1763
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28. Februar 2011 - 18:49 Uhr
Herr Jäger,
ich hätte Hr. G. lieber heute als morgen aus dem Amt, doch bezügl. des Prädikatsexamens und der Promotionszulassung verennen sich einge Blätter.
Die Befreiung von Teilen der Promotionsanforderung ist üblich. Dies betrifft regelm. das Erfordernis eines sog. großen Prädikats. In Bayern oder auch BaWü ist auch ein sog. kl. Prädikat ein sehr ordentliches Studienergebnis.
Es gibt je nach Promotionsordnung noch einige andere Anforderungen von denen gerne abstand genommen wird, wie z.B. dem Erfordernis an der Hochschule studiert zu haben oder auch (mittlerweile seltener vorzufinden) ein Latinum zu haben. -
Herbert me Frahm
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Kommentare: 813
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28. Februar 2011 - 19:23 Uhr
"Als ich an Strauß dachte, fiel bei mir der Groschen."
Ein Gassenhauer zum auf die Schenkel klopfen.Jede Menge Munition ;o)
°↓°
http://www.tagesspiegel.de/meinung/viele-krumme-dinger/3887356.html -
Mirko Jäger
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28. Februar 2011 - 21:19 Uhr
Herr Rosenstock, ich denke ja nicht, dass zG bei der Promotionszulassung unzulässig geholfen wurde. Der Prozess war ja transparent (auf wenn zwei der drei Professoren, die für die Zulassung verantwortlich waren, Spezln waren), worauf ich hinaus will, ist, dass das behauptete "Prädikatsexamen" (worunter der Normalsterbliche eine herausragende Bewertung versteht) nur eine 3- war. Das ist symptomatisch für die übergrosse Eitelkeit und Geltungssucht des Herrn zG.
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Oliver Rosenstock
Registriert seit: 01.11.2009
Kommentare: 1763
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28. Februar 2011 - 22:01 Uhr
Hallo Herr Jäger,
schon verstanden und trotzdem ist die Bezeichnung zutreffend. Man darf nicht vergessen, dass man ein jur. Staatsexamen -etwas verkürzt dargestellt- mit 4 von 18 Punkten besteht und trotzdem viele durchfallen. Der Anteil der Prädikatsexamen in Bayern liegt bei etwas über 10%, weswegen auch ein kleines Prädikat -also kein Vollbefriedigend- ein respektables Ergebnis ist, auch wenn sich die 3- nicht danach anhören mag.
Ich würde damit aber auch nich hausieren gehen und es etwa auf meine Hompage schreiben, wie es Hr. G. gemacht hat, wie ich auch keinen Antrag auf vorzeitiges Tragen des Dr.-Titels stellen oder oder gar eine Baseball-Kappen mit eingestickten Titel tragen würde. Der Typ ist ein inhaltsleerer, aufgeplusterter Gockel.
Aber es scheint ja Bewegung in die Causa Guttenberg zu kommen - im heute-journal waren gerade sehr klare Worte von Biedenkopf zu hören.
Wahrscheinlich braucht Merkel nun einen Vorwand um ihn zu entlassen, weil sie sich bei der Ehrenwortaffäre -das ist m.E. der eigentl. Skandal- bereits zu sehr festgelegt hat. Die Dame ist in einer Zwickmühle und die Opposition hoffentlich smart genug sie vor sich her zu treiben. -
Wolfgang W. Kutzek
Registriert seit: 29.11.2009
Kommentare: 28
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01. März 2011 - 05:25 Uhr
Herr Michael Kühner:
Die Reaktion auf Ihren Beitrag zeigt uns leider einmal mehr, das offenbar große Teile unseres Volkes nicht gerade mit Intelligenz gesegnet ist. Aber was kann man von BILD Lesern schon anders erwarten.
Die lassen sich ihre Meinung lieber BILDen als selber kritisch nachzudenken. Egal von welcher Partei, wer sowas verzapft muss abtreten.
Ein Willy Brandt besaß noch politischen Anstand. Er trat zurück wegen einem Spion in seinen Reihen, für den er eigentlich gar nichts konnte. Seit Kohl ist das alles anders geworden.
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