Weitgehend stabil

dpa

Von dpa

Mi, 15. August 2018

Computer & Medien

Zeitungen erreichen täglich fast 40 Millionen Leser.

Die gedruckten Zeitungen in Deutschland haben in den vergangenen zwölf Monaten mehr Leser verloren als im Jahr zuvor. Nach der am Dienstag in Frankfurt veröffentlichten Media-Analyse (MA) greifen bundesweit 39,3 Millionen Menschen zur Tageszeitung. Das sind 1,3 Millionen weniger als vor einem Jahr. Im Juli 2017 hatte die MA einen Rückgang von 600 000 Lesern binnen Jahresfrist ergeben. Nicht erfasst in der Erhebung der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (agma) ist die Nutzung von E-Paper oder anderen Online-Angeboten.

Nach der Untersuchung erreichen die Blätter aktuell 55,8 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren (MA 2017: 57,9 Prozent). Mit Abstand meist gelesene Zeitung bleibt die Bild. Das Boulevardblatt wird täglich von 9,42 Millionen Menschen (minus 350 000) gelesen. Ungefähr stabil bleiben die Reichweiten der größten überregionalen Abozeitungen. Die Süddeutsche Zeitung kommt auf 1,25 Millionen Leser (plus 10 000), die Frankfurter Allgemeine Zeitung unverändert auf 760 000. Die Welt erreicht 660 000 Leser (minus 50 000).

Die regionalen Abozeitungen erreichen täglich 31,7 Millionen Leser (MA 2017: 32,9 Millionen). Trotz der Verluste im Vergleich zum Vorjahr haben einzelne regionale Titel deutlich Leser hinzugewonnen. Für die repräsentative Untersuchung wurden mehr als 130 000 Menschen nach ihrer Nutzung von Tageszeitungen befragt. Starke Gewinne gab es seit Jahresbeginn für die Wochenzeitungen. Jeweils um 150 000 Leser legten Die Zeit (1,66 Millionen) und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (670 000) zu. Die Welt am Sonntag (830 000) gewann 30 000 Leser hinzu.