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26. September 2011 10:17 Uhr

Statistik

Deutlich mehr FSME-Fälle im Südwesten

Im Laufe dieses Jahres sind schon deutlich mehr Menschen im Land an der Hirnhautentzündung FSME erkrankt als im gesamten Vorjahr. Die gefährliche Krankheit wird von infizierten Zecken übertragen.

  1. Gefährlich: Infizierte Zecken. Foto: dpa

Mit 168 Patienten waren nach Angaben des Landesgesundheitsamtes 50 Menschen mehr von der Frühsommer-Meningoenzephalitis betroffen als im ganzen Jahr 2010, teilte die Techniker Krankenkasse Baden-Württemberg mit. Ein Großteil der gesamten Fälle in Deutschland – im vergangenen Jahr 260 – kommt aus Baden-Württemberg.

Die TK weist darauf hin, dass inzwischen 42 von 44 Kreisen im Südwesten zu den Risikogebieten zählen. Lediglich die Stadtkreise Heilbronn und Ulm zählen nicht dazu. Erneut ist der Regierungsbezirk Freiburg die Region mit den meisten gemeldeten Patienten (65). Im Landkreis Konstanz hat sich die Zahl der Fälle im Vergleich zum Vorjahr von fünf auf 14 fast verdreifacht, im Ortenaukreis wurden mit 19 Fällen mehr als doppelt so viele gezählt.

"Auch wenn die Impfbereitschaft in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist, besteht noch Nachholbedarf. Jeder, der sich viel in der Natur aufhält, auch wenn es nur im Garten oder Park ist, sollte sich impfen lassen", riet TK-Landeschef Andreas Vogt. Er verwies auf eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung im vergangenen Jahr, nach der nur jeder dritte Baden-Württemberger vollständig gegen FSME geimpft ist. Weitere 16 Prozent haben zwar zumindest die erste Impfung erhalten; aber nur eine Grundimmunisierung mit insgesamt drei Impfungen bietet einen zuverlässigen Langzeitschutz. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse.

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Autor: dpa