Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

15. November 2017 00:37 Uhr

Medizinmythen

Hält Yoga fit und gesund?

Für manchen ist Yoga nicht nur ein probates Mittel, sich intensiv zu entspannen und seine Muskeln zu dehnen. Viele sehen darin auch einen Weg, sich fit und gesund zu halten.

  1. Yoga Foto: RAMON CARRETERO

Zwar ist dieser Gedanke durchaus naheliegend, schließlich sollte eine erhöhte Anspannung von Muskeln, wie sie beim Yoga erforderlich ist, auf Dauer auch deren Kraft und Ausdauer erhöhen und dem Herzkreislaufsystem Gutes tun. Doch leider ist er falsch: Denn Yoga mag zwar entspannen, eine bedeutsame Steigerung seiner Fitness erreicht man durch die Übungen in der Regel jedoch nicht.

Dies zeigen gleich mehrere medizinische Studien zum Thema. In einer Arbeit etwa, die bereits 2007 im Fachblatt BMC Complementary and Alternative Medicine erschienen ist, wurde der Energieverbrauch während einer Hatha-Yoga-Sitzung exakt gemessen und mit dem während einer einfachen Laufübung verglichen.

Dabei zeigte sich, dass beim Yoga in etwa dieselbe Energie verbraucht wird wie beim gemütlichen Schlendern – und es somit nicht wirklich als sportlich fordernd beschrieben werden kann. Zudem ist der Trainingseffekt sehr auf einzelne Zonen beschränkt. Vor allem die Beine profitieren in puncto Kraft, andere Körperregionen – wenn sie in speziellen Übungen nicht besonders gefordert werden – bleiben jedoch eher untrainiert.

Werbung


Auch Bikram- und Ashtanga-Yoga erhöhten in Studien zwar die Dehnbarkeit und Kraft einzelner, speziell geforderter Muskelgruppen, beide halfen den Anwendern aber nicht, ihre Fitness und körperliche Ausdauer zu steigern (siehe hier oder hier).

Alles in allem scheint Yoga zwar entspannend zu sein und einige spezielle Muskelgruppen zu trainieren, wer sich jedoch wirklich fit halten will, sollte auf andere Sportarten nicht verzichten.

Autor: wo