Bundesgesundheitsministerium

Kiffen gefährdet die Gesundheit

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 13. Dezember 2017 um 07:55 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Häufiger Cannabiskonsum ist unter anderem schlecht für das Gedächtnis und verringert die Aufmerksamkeitsspanne. Das hat eine Studie ergeben.

Der Konsum von Cannabis ist vor allem für Jugendliche gefährlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums angefertigt worden ist. Für die Meta-Studie haben nationale und internationale Experten mehr als 2000 wissenschaftliche Studien ausgewertet, die in den vergangenen zehn Jahren erschienen sind.

Daraus ergab sich ein Bild ganz unterschiedliche Risiken durch akuten und chronischen Cannabiskonsum. So finden sich eindeutige Einschränkungen in der Gedächtnisleistung, der Aufmerksamkeit und der Psychomotorik. Organisch kann sich Cannabis negativ auf die Atemfunktion und das Herz-Kreislaufsystem auswirken, also im Zusammenhang mit einem Herzinfarkt oder Bluthochdruck stehen.

Zudem verbinden die Studienautoren Cannabiskonsum mit Einbußen im Bildungserfolg. "Regelmäßiges Kiffen ist gerade für Kinder und Jugendliche wirklich gefährlich", sagt Marianne Mortler, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung. "Die Entwicklung einer Cannabisabhängigkeit ist keine Seltenheit, das Risiko für psychische Störungen, wie etwa Depressionen, Angsterkrankungen und Psychosen erhöht sich. Das gilt zumindest bis zum Abschluss der Gehirnentwicklung mit Anfang 20."