Einheitlich und stimmig

Birgit Herrmann

Von Birgit Herrmann

Mo, 07. Mai 2018

Liebe & Familie

Brautjungfern und männliche Trauzeugen sollen mit ihrem Styling zum Brautpaar passen.

Die meisten Menschen kennen Brautjungfern aus amerikanischen Filmromanzen. Dabei stammt diese Tradition bereits aus dem Mittelalter. Damals standen die Brautjungfern der Braut an ihrem großen Tag zur Seite, um diese vor bösen Geistern und Dämonen zu schützen. Heute fungieren Brautjungfern als Helferinnen vor und während der Heirat, während die Trauzeugin sich als engste Vertraute ganz besonders um das Wohl der Braut kümmert und die Heiratsurkunde unterzeichnet.Für das Brautjungfern-Outfit empfiehlt es sich, abzuwarten, bis die Braut ihr Kleid gefunden hat und bis klar ist, in welchem Stil die Hochzeit gefeiert wird. Gibt es etwa ein Farbkonzept? Dann wäre es passend, wenn diese Farben auch im Outfit berücksichtigt werden. Die Kleider sucht die Braut am besten zusammen mit ihren Brautjungfern aus.

Wenn alle Kleider die gleiche Farbe haben sollen, sollte eine Hauptfarbe der Dekoration aufgegriffen werden oder auf die Krawatten- und Accessoirefarbe des Bräutigams abgestimmt werden. Aber: Da nicht jede Farbe jeder Frau steht, kann jede Brautjungfer auch ein verschiedenfarbiges Kleid tragen. Schön ist, wenn dann die Kleider den gleichen oder ähnlichen Schnitt haben. Um einen einheitlichen Look zu schaffen, können aber auch einheitliche Accessoires eingesetzt werden wie kleine Blumenbouquets oder floraler Haarschmuck. Ganz wichtig aber: Die Braut bestimmt, ob ihre Brautjungfern auch Weiß tragen dürfen. Da die Farbe eigentlich ihr vorbehalten ist.

Wie gefährlich es sein kann, wenn eine Brautjungfer auch ein weißes oder ein noch schöneres Kleid als die Braut trägt, ist spätestens seit der Hochzeit von Kate Middleton und Prinz William bekannt. Kates Schwester Pippa hat der Braut mit einem figurbetonten, weißen Kleid damals fast die Show gestohlen. Seither gilt Pippa bei der Boulevardpresse als die berühmteste Brautjungfer der Welt.
Eine standesamtliche Hochzeit ist häufig schlichter als eine kirchliche Trauung. Meist trägt auch die Braut ein dezenteres Kleid oder ein klassisches Kostüm. Entsprechend sollte auch das Outfit als Brautjungfer oder als Trauzeugin schlichter ausfallen.

Sehr beliebt bei Brautjungfern und Trauzeuginnen sind Etuikleider in sanften Pastellfarben oder Dunkelblau, der Ton wirkt besonders edel. Auch schön und passend zum Anlass: Kleider mit romantischen Blumenprints oder klassischen Punkten. Und: Schwarze Kleider oder Hosenanzüge sind zwar elegant, werden aber von den meisten Bräuten als zu trist für die Hochzeit empfunden.
Traditionell kommt dem Trauzeugen des Bräutigams die wichtige Aufgabe zu, die Ringe zu übergeben. Doch gerade bei Männern ist die Wahl des richtigen Outfits nicht leicht, da im zu schicken Anzug leicht die Gefahr besteht, mit dem Bräutigam verwechselt zu werden. Zum Smoking oder Frack sollte daher ausschließlich der Bräutigam selbst greifen – in diesem Fall ist ein hochwertiger Anzug für den Trauzeugen ein absolutes Muss. Ein schöner Weg, um den Trauzeugen hervorzuheben, ist es zum Beispiel, wenn Bräutigam und Trauzeuge eine ähnliche Hochzeitsweste oder eine Anstecknadel tragen. Accessoires wie Fliege und Krawatte dagegen sind zum Anzug fast schon Pflicht – auf zu knallige Farben oder wilde Muster sollte dabei verzichtet werden. Auch die Farbe Weiß ist tabu, denn diese zeichnet die Braut aus. Besser sind dezente Töne und hochwertige Materialien, wie Seide oder Satin. Möchte der Bräutigam jedoch selbst legerer kommen, darf das Outfit des Trauzeugen ebenfalls lockerer ausfallen.