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09. Februar 2009
GENITALVERSTÜMMELUNG: verbote Reichen Nicht
Bei der Genitalverstümmelung wird den Mädchen, meist vor der Pubertät, die Klitoris weggeschnitten, je nach Tradition werden zusätzlich die Schamlippen entfernt und die Scheide weitgehend zugenäht. Der Eingriff ist sehr schmerzhaft und wird häufig unter katastrophalen hygienischen Bedingungen vorgenommen, so dass er zu Infektionen, starkem Blutverlust, sogar zum Tod führen kann. Die Genitalverstümmelung wird damit begründet, dass nicht beschnittene Mädchen nicht zu verheiraten seien.
Vor allem im westlichen und nordöstlichen Afrika werden Mädchen beschnitten, aber auch im Jemen, im kurdischen Teil des Irak, in Indien, Indonesien und Malaysia – und durch Einwanderung zunehmend auch in Europa. Nach Schätzungen von Terre des femmes sind weltweit 150 Millionen Frauen beschnitten, täglich kommen etwa 6000 hinzu. Gegen Genitalverstümmelung wenden sich nicht nur Menschenrechtsorganisationen wie Terre des femmes, NAFGEM (Network Against Female Genital Mutilation) oder die Freiburger Stiftung materra, auch die Weltgesundheitsorganisation und Unicef setzen sich für ihre vollständige Abschaffung ein. In vielen Ländern, darunter Kenia, ist Genitalverstümmelung offiziell verboten, wird aber weiter praktiziert.
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Autor: uls
