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06. Dezember 2011 00:30 Uhr

Tierschutz

Grüne: Tiere als Weihnachtsgeschenke ungeeignet

Knapp drei Wochen vor Heiligabend rät der Tierschutzexperte der Grünen Landtagsfraktion dringend davon ab, spontan ein Haustier zu verschenken.

  1. Das Geschenk will gründlich durchdacht sein. Foto: dpa

"Ein Tier ist kein Spielzeug, das man, wenn es langweilig wird, einfach wegwerfen kann", sagte Reinhold Pix am Montag nach einem Besuch im Reutlinger Tierheim. Die Anschaffung müsse gründlich durchdacht werden, denn Haustiere bräuchten tägliche Beschäftigung, Auslauf, Futter und Pflege. Neben Zeit koste dies auch einiges an Geld.

Besonders kritisch sei die Anschaffung von exotischen Tieren. "Sie gehören nicht in die Haustierhaltung", sagte Pix. Auch wenn Exoten immer leichter zu bekommen seien, würden sie sehr hohe Ansprüche an die Haltung stellen. Häufig würden dabei gravierende Fehler gemacht. Der Unterhalt sei zudem oft extrem teuer. Grundsätzlich rät Pix Tierliebhabern dazu, sich vor dem Kauf eines Haustieres zuerst im Tierheim umzuschauen. "Wenn man erst mal ein Tier aus dem Tierheim besorgt hat, weiß man um die Verantwortung und möchte auch nicht, dass das Tier dorthin zurück muss."

Rainer Kühn, Landeschef des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF), betonte, dass auch sie spontane Tierkäufe verhindern wollen – etwa durch intensive Beratung. "Wir haben Leute auch schon mal wieder weggeschickt", sagte er. Wenn sich eine Familie allerdings ausführlich informiert habe und der Kauf gründlich durchdacht sei, spreche auch nichts gegen den Familienzuwachs an Weihnachten.

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Nach seiner Erfahrung sind vor allem Kaninchen und Meerschweinchen als Haustiere gefragt. Über Hunde und Katzen könne er allerdings wenig sagen, da sie meist nicht vom Zoohandel sondern von Züchtern verkauft würden. Vor allem bei Zeitungsannoncen rät er Tierfreunden, sich die Verkäufer genau anzuschauen, weil es neben seriösen Züchtern auch einige schwarze Schafe gebe.

Autor: dpa