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28. Januar 2010

Umweltfreundlichere Kälte

Kühl- und Gefriergeräte der Energieeffizienzklasse A++ senken die Stromkosten spürbar

  1. Ist der Kühlschrank zehn Jahre oder älter, lohnt sich der Kauf eines Energie sparenden neuen. Foto: Ingo schneider

Die Auswahl an sparsamen und zugleich günstigen Kühl- und Gefriergeräten ist größer geworden. Das zeigt sich in der vom Öko-Institut zusammengestellten Marktübersicht Eco-Top-Ten, die gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 66 Prozent bei Modellen der Energieeffizienzklasse A++ verzeichnen konnte.

Eco-Top-Ten ist eine Kampagne für nachhaltigen Konsum und Produktinnovationen im Massenmarkt, die das Öko-Institut initiiert hat. In regelmäßigen Abständen empfehlen die Wissenschaftler eine Auswahl an hochwertigen, sogenannten Eco-Top-Ten-Produkten mit gutem Preis- Leistungsverhältnis, die aus Umweltsicht Spitzenprodukte sind.

Doch während immer mehr Hersteller in Sachen Energieeffizienz aufholen, lassen die neuen sparsamen Kühlgeräte den Handel weiterhin kalt: "Leider kann der Kunde längst nicht alle effizienten Modelle auch tatsächlich im Laden finden", bedauert Dietlinde Quack, Expertin für Haushaltsgeräte am Öko-Institut in Freiburg. "Besonders bei Sonderangeboten bleiben die grünen Kühl- und Gefriergeräte häufig außen vor." Oft wird der Kunde mit Billigangeboten gelockt, hinter denen sich aber nur Geräte der Effizienzklasse A verbergen. "Diese liegen aber weit hinter dem Stand der Technik, belasten die Verbraucher mit unnötigen Stromkosten und schaden der Umwelt", sagt die Wissenschaftlerin. "Selbst A+-Modelle, die nun häufiger in Geschäften angeboten werden, sind aus Umweltsicht kaum akzeptabel. Deswegen listet die Marktübersicht des Öko-Instituts ausschließlich Modelle der Energieklasse A++ auf." Sie verbrauchen bis zu 45 Prozent weniger Energie als Geräte der A-Klasse.

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Ein Beispiel: Wer sich für eine von Eco-Top-Ten empfohlene, 245 Liter große Kühl- Gefrierkombination mit einem 92 Liter Gefrierfach der Energieeffizienzklasse A++ entscheidet, zahlt dafür zum Beispiel rund 870 Euro. Die jährlichen Gesamtkosten – Stromkosten mit eingerechnet – liegen bei 112 Euro. Eine gleich große typische Kühl-Gefrierkombination mit Energieeffizienzklasse A ist in der Anschaffung zwar beispielsweise 190 Euro günstiger. Dafür liegen die jährlichen Gesamtkosten indes bei 130 Euro, weil er mit 350 Kilowattstunden Strom etwa 136 Kilowattstunden pro Jahr mehr verbraucht als der Eco-Top-Ten-Kühlschrank. Damit kostet der Eco-Top-Ten-Kühlschrank den Verbraucher jedes Jahr rund 18 Euro weniger – trotz höherer Anschaffungskosten.

Die Marktübersicht des Öko-Instituts ist übersichtlich und kundenfreundlich aufgebaut: Sie unterscheidet zwischen verschiedenen Modellen (Standkühlschränke, Kühl-Gefrier-Kombinationen, Einbaukühlschränke, Gefriertruhen,...) und verschiedenen Größen und listet die Angebote jeweils in eigenen Rubriken auf. Dabei erhält der Kunde weitere Informationen über Nutzinhalt, Stromverbrauch, jährliche Gesamtkosten, Kaufpreis sowie über Sonderfunktionen wie Abtauautomatik, gradgenaue Temperatureinstellung oder separate Temperaturregelung für den Kühl- und Gefrierteil bei Kühl-Gefrierkombinationen.

Es lohnt sich , vor dem Kauf den tatsächlichen Bedarf zu ermitteln: Denn jeder ungebrauchte Liter Nutzinhalt kostet unnötig Strom und Geld. Pro 100 Liter Nutzinhalt mehr verbraucht ein Kühlschrank knapp zehn Prozent mehr Energie, ein Gefrierschrank sogar zwischen 20 und 30 Prozent. Bei Kühlschränken beträgt die empfohlene Größe für Ein- und Zwei-Personen-Haushalte ungefähr 100 bis 160 Liter. Für jede weitere Person rechnet man rund 60 Liter zusätzlich.

Die Marktübersicht findet sich unter: http://www.ecotopten.de/ prod_kuehlen_prod.php

Autor: BZ