Stuttgart

Wald in der Rheinebene ist ein Sorgenkind

dpa

Von dpa

Do, 19. Oktober 2017 um 00:01 Uhr

Südwest

Der Wald in Baden-Württemberg hat sich auch 2017 etwas erholt. Er ist aber noch nicht auf einem Niveau, wo dieser Trend nachhaltig wäre. Nun legte Hauk den Waldzustandsbericht 2017 vor.

Das sagte der Minister für Ländlichen Raum, Peter Hauk (CDU), am Mittwoch bei der Vorstellung des aktuellen Waldzustandsberichts. Massive Probleme gibt es bei Kiefern und Eschen – letztere sieht Hauk in zehn Jahren verschwunden. Als "regionales Sorgenkind" bezeichnete er die Rheinebene.

"In diesem Jahr sind 31 Prozent der Waldfläche als deutlich geschädigt eingestuft, das ist das beste Ergebnis seit dem extrem heißen Sommer im Jahr 2003", sagte Hauk in der Stuttgarter Landespressekonferenz. Besonders erfreulich entwickelt sich die Weißtanne, die rund zehn Prozent des Baumbestands ausmacht. Der Baum, der in den 1980er Jahren als Hauptbetroffener des Waldsterbens galt, hat sich seither deutlich erholt.

Der Kronenzustand der Kiefern hat sich dagegen verschlechtert. Ihr mittlerer Nadelverlust liegt bei 24 Prozent. Ihr macht vor allem die so genannte Kiefern-Komplexkrankheit zu schaffen, bei der Trockenstress, Befall durch Rindenbrüter und Diplodia-Pilze zusammenfallen können. Besonders in warmen Regionen wie der Oberrheinebene nimmt die Gefährdung der Baumart zu. In Bezug auch auf andere Arten bezeichnete Hauk die Rheinebene insgesamt als regionales Sorgenkind, wo die Klimaerwärmung voll durchschlage. Über Südbaden wanderten mit der Wärme auch neue Schädlinge ein, die den Bäumen zu schaffen machten. Dies gelte auch für die Eiche.