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15. Oktober 2013

Eine fast ganz normale Jugendfreizeit

19 Jugendliche aus der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber verbrachten unbeschwerte Tage im Werner-Mennicke-Haus.

  1. Spiel und Spaß im Freizeitzentrum Werner-Mennicke-Haus ermöglichte der Freundeskreis Asyl 19 Jugendlichen aus der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber. Foto: Danielle Hirschberger

RHEINFELDEN. Der Freundeskreis Asyl verbrachte mit 19 Jugendlichen aus der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber ein Wochenende auf dem Rührberg. Der Freundeskreis Werner-Mennicke-Haus hatte das Jugendfreizeit- und Familienferienzentrum kostenlos zur Verfügung gestellt. Royal Ranger, Christliche Pfadfinder aus Rheinfelden, gestalteten am Samstag ein eindrucksvolles Programm. Die Jugendlichen hatten sehr viel Spaß und konnten oft lachen, damit hat der Freundeskreis Asyl sein Ziel erreicht.

Im Asylheim gibt es drangvolle Enge und schwierige Schicksale, deshalb nahm der Freundeskreis Asyl das Angebot zur Nutzung des Freizeithauses gern an. Damit traten die Aktiven Neuland an, so einen mehrtägigen Ausflug hat es bisher noch nicht gegeben. Von einem Konfirmandenwochenende wurde der Essensplan umgemünzt. Es musste ein Wochenende ohne Fleisch werden. Wegen der verschiedenen Religionszugehörigkeiten wurden Wurst und Hackfleischsoße gestrichen.

Mit den Sozialarbeitern Tina Dreier und Michael Fourez-Mehr wurde besprochen welche Jugendlichen an dem Projekt teilnehmen können. Dann wurden die Familien aufgesucht, um das Einverständnis der Eltern einzuholen. Nachdem die Liste erstellt war, fieberten die Ausgewählten dem Wochenende entgegen, und beim Freundeskreis Asyl liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren: Bettwäsche, Handtücher besorgen – die Teenager haben keine eigenen – Gruppeneinteilungen, Großeinkauf, Namensschilder für alle anfertigen, Spiele vorbereiten.

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Zwei Drittel sprach deutsch. Besonders bei dem Erläutern von Spielregeln oder Zahlenspielen war der Unterschied zu einer homogenen Konfirmandengruppe deutlich. Am Abend durfte die eigenen Musik angestellt werden, und es wurde getanzt. Traditionelle Volkstänze, keine Disco-Bewegungen. Die pubertierenden Jugendlichen verblüfften alle Begleiter mit ihren schönen, aber alten Tänzen.

Unter der Leitung von Rainer Klaiber bauten zwölf Royal Ranger, Stamm 46, am Samstagmorgen rund ums Haus Stationen auf. Für jedes Team aus drei Jugendlichen gab es Punkte für die Lösung der gestellten Aufgaben. Eine Holzscheibe sägen, den Ball über eine Mauer und Dosen werfen, einen Baumstamm weit werfen, Nägel in ein Holz treiben, Golfen und Pfeile schießen.

Abends stand Uno auf dem Programm

Der Lebensmittelmarkt Hieber hatte Preise gestiftet, die an die Besten gingen – es waren dann doch die Jungs auf den vorderen Plätzen. Am Mittag führten die Pfadfinder die jungen Gäste durch den Wald – immer mit der Auflage, nach Osten zu gehen und nicht nach Westen wegen der nahen Schweiz. Lagerfeuer mit Stockbrot am späten Nachmittag rundete das Programm der Pfadfinder ab.

Die jungen Menschen aus vielen Nationen genossen die Möglichkeit zu Spiel und Spaß sehr und wollten abends gar kein ausgefallenes Programm mehr. Sie spielten Uno, Vier Gewinnt oder Tischtennis, malten und genossen das unbeschwerte Zusammensein mit ihren Freunden und dem Freundeskreis Asyl.

Autor: Danielle Hirschberger